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Mutmaßlicher islamistischer Kämpfer kommt vor Gericht

06.02.2020 - Celle (dpa/lni) - Ein mutmaßlicher islamistischer Kämpfer muss sich vom 20. Februar an wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor dem Oberlandesgericht Celle verantworten. Der 33 Jahre alte Syrer soll sich in seiner Heimat zwischen 2013 und 2014 an Kämpfen und Patrouillendiensten beteiligt haben, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.

  • Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Mann kam 2015 als Flüchtling nach Deutschland und wurde im Juli vergangenen Jahres im Kreis Stade festgenommen. Ihm droht im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von einem bis zu zehn Jahren. Wie die deutschen Behörden von den mutmaßlichen Aktivitäten des Mannes erfuhren, konnte das Gericht nicht sagen.

Nach den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft soll der Mann der als Terrorvereinigung eingestuften Liwa Al-Izza Lil-lah und ihrer Vorgängervereinigung Katiba Shuhada al-Ahwaz angehört haben. Ziel dieser Kampfeinheit war der Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und die Errichtung eines Staates nach islamischem Recht. Dafür arbeitete sie auch mit der inzwischen umbenannten Al-Nusra-Front zusammen, ursprünglich ein Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida.

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