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Mutterlose «Wilma» erster Heuler in Seehundstation Norddeich

04.06.2020 - Ein kleiner Seehund ist auf der Nordseeinsel Juist von seiner Mutter getrennt worden und als erster Heuler in diesem Jahr in die Seehundstation Norddeich gekommen. «Wilma», die Mitte Mai gemeldet wurde, wiegt 7,9 Kilogramm und ist 69 Zentimeter lang. Mit zahlreichen Gästen zu Christi Himmelfahrt und Pfingsten an der Küste seien noch sechs weitere Heuler in kürzester Zeit eingeliefert worden, teilte der Leiter der Seehundstation, Peter Lienau, am Donnerstag mit. Durch menschliche Störungen komme es vor, dass ein Jungtier nicht ausreichend gesäugt werden kann und zu kraftlos ist, um der Mutter zu folgen.

  • Robben liegen am Strand. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Robben liegen am Strand. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Geburten- und Aufzuchtphase der Seehunde läuft derzeit. Wenn die Muttertiere im Wasser nach Nahrung suchen, werden die Jungtiere kurzzeitig am Strand abgelegt. Als Heuler gelten sie erst, wenn sie dauerhaft von der Mutter getrennt werden. Das passiert auch bei Stürmen und Sommergewittern. Spaziergänger sollten Abstand von Jungtieren halten und Hunde an die Leine nehmen.

In der Seehundstation in Norden (Landkreis Aurich) werden jährlich bis zu 180 mutterlose, verletzte oder kranke Seehunde und vereinzelt Kegelrobben versorgt und für die Auswilderung vorbereitet.

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