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Nach Parkhausbrand am Flughafen: Sorge am Urlaubsstrand

15.10.2019 - Nach dem Parkhausbrand am Flughafen Münster/Osnabrück sorgen sich jetzt Hunderte Urlauber: Ist mein Auto kaputt, fragen sie sich. Und wer zahlt den Schaden? Die Ungewissheit kann noch dauern, der Flughafen hat ein Notfall-Telefon eingerichtet.

  • Großbrand am Flughafen Münster/Osnabrück. Foto: Nord-West-Media TV/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Großbrand am Flughafen Münster/Osnabrück. Foto: Nord-West-Media TV/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Münster (dpa) - Böse Überraschung in den Herbstferien: Wer in den vergangenen Tagen vom Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) aus in den Urlaub geflogen ist, dürfte nach einem Feuer im dortigen Parkhaus A mit Sorge nach Deutschland schauen. Für die Parker auf Ebene 1 und 2 gibt es verschiedene Möglichkeiten, die alle wenig Freude machen: Entweder wurde das Auto zerstört, beschädigt oder es steckt in dem Parkhaus fest, weil die Spurensicherer der Polizei und ein Brandgutachter noch ermitteln. Egal wie - ein Großteil der Urlaubserholung dürfte damit wieder dahin sein.

Etwa 40 Fahrzeuge brannten nach Polizeiangaben komplett aus, 25 weitere wurden von dem Feuer beschädigt.
73 Autos dürften wegen der Brandschadensermittlung vorerst nicht bewegt werden, teilte der Flughafen am Abend mit. Die übrigen rund 600 Fahrzeuge auf den beiden Parkhausebenen dürften die Besitzer ab sofort ausfahren.

Schon bis zum Mittag hatten sich bei dem am Dienstag vom FMO eilig eingerichteten Notfall-Telefon rund 200 Reisende gemeldet. Per Mail kamen nochmals rund 150 Anfragen in Greven im nördlichen Münsterland an.

«Bei einigen Anrufern stellte sich schnell heraus, dass sie nicht betroffen sind oder dass sie ihr Auto ganz woanders abgestellt hatten. Bei offenen Fällen haben wir die Kontaktdaten der Anrufer und Auto-Details notiert. Wir können dann in den nächsten Tagen schneller reagieren und bei einer Entwarnung die Anrufer zurückrufen», sagte Flughafensprecher Andrés Heinemann am Mittag.

Die Bandbreite der Reaktionen am Telefon sei groß gewesen. «Das reichte von Verständnis, nach dem Motto höhere Gewalt, da kann der FMO nichts machen, bis zu wüsten Beschimpfungen, warum wir denn noch nicht alle Fahrzeuge identifiziert hätten», sagte Heinemann.

Der Parkhausbrand war in der Nacht zu Dienstag gelöscht worden. Am Morgen übernahmen die Ermittler der Kriminalpolizei das Kommando, gegen 10.15 Uhr ging ein Brandsachverständiger in das Gebäude hinein, um nach der Ursache zu suchen. Laut Polizei waren rund 65 Autos durch das Feuer beschädigt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war der Brand auf dem Parkdeck im ersten Obergeschoss ausgebrochen. Durch hochschlagende Flammen und den nach oben ziehenden Rauch wurden an der gleichen Stelle eine Etage höher weitere Fahrzeuge beschädigt.

Die beiden von dem Feuer betroffenen Etagen des Parkhauses waren zunächst gesperrt. Alle anderen Parkdecks wurden wieder freigegeben. Der Flughafen informierte auf seiner Internetseite mit einem rotgekennzeichneten Extra über das Unglück und zählte auf, welcher Parkbereich betroffen ist und wo der Betrieb ohne Einschränkungen weiterlief. An- und Abflug waren nach Angaben des FMO zu keinem Zeitpunkt betroffen.

Welche Autos genau ausbrannten und beschädigt wurden, war zunächst unklar. «Die Spurensicherung hat Vorrang», sagte ein Polizeisprecher. Erst danach sollten die Wagen nach und nach identifiziert und erfasst werden. Problem: Zum Teil waren auch die Kennzeichen mit abgebrannt.

Für noch ausstehende Flüge gab der Flughafen Entwarnung. Trotz des Brandes und der Sperrungen gebe es noch genug Parkplätze, sagte der Airportsprecher am Morgen. «Jeder Reisende, der startet, kann sein Fahrzeug abstellen.»

Die Feuerwehr verließ gegen 3.00 Uhr den Brandort. Ausgebrochen war das Feuer am Montagabend. Rund 280 Einsatzkräfte waren in der Nacht vor Ort. Die rund 65 betroffenen Autos müssen aus dem Parkhaus abtransportiert werden, da sie nicht mehr fahrtüchtig sind. Auch das Parkhaus selbst wurde demnach in Mitleidenschaft gezogen, unter anderem platzte Beton ab. Laut Flughafensprecher hat das Parkhaus keine Sprinkleranlagen. Das sei auch nicht vorgeschrieben.

Wer jetzt aus dem Urlaub zurück kommt und mangels Auto nicht nach Hause fahren kann, soll sich nach Auskunft des Flughafens keine Sorgen um den Rückweg machen. «Hier muss niemand übernachten, wir finden Lösungen», sagte der Flughafensprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Der FMO liegt auf dem Gebiet der Stadt Greven im nördlichen Münsterland. Gesellschafter sind zum größten Teil Städte und Kreise aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, darunter auch Münster und Osnabrück.

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