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Nach Tod von Somalier neue Tuberkulose-Fälle im Gefängnis

12.07.2019 - Hannover (dpa/lni) - Nach dem Tod eines Somaliers im Januar gibt es zwei weitere Tuberkulose-Fälle in der Justizvollzugsanstalt Sehnde. Der größte Teil der relevanten Kontaktpersonen sei bereits untersucht worden, bei einigen anderen laufe noch die Untersuchung, teilte das Gesundheitsamt der Region Hannover mit. Ende Januar war ein 35 Jahre alter Häftling aus Somalia in der JVA Sehnde an TBC gestorben. Der Mann war schon vor der Haft mit der Lungenkrankheit infiziert. Eigentlich hätte dies bei der Eingangsuntersuchung im Gefängnis festgestellt werden müssen. Gegen den zuständigen Arzt werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge, am Freitag.

  • Ein Justizbeamter geht über einen langen Flur in der Justizvollzugsanstalt Sehnde. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Justizbeamter geht über einen langen Flur in der Justizvollzugsanstalt Sehnde. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dem niedersächsischen Justizministerium zufolge ist die Krankheit bei den beiden jetzt erkrankten Gefangenen keine ansteckende offene Tuberkulose. Es sei auch unklar, ob sie sich bei dem Somalier angesteckt hätten, sagte ein Sprecher. Das Thema war am Donnerstag während eines Prozesses gegen mutmaßliche Drogenhändler im Landgericht Hannover bekanntgeworden, wie «Hannoversche Allgemeine Zeitung» und «Neue Presse» berichteten.

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