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Netzwerk gegen Kriminalität von Clans und Rockern

15.03.2019 - Raubüberfälle, Drogenhandel und Einbrüche - kriminelle Clans stehen hinter den verschiedensten Delikten. Im Heidekreis wollen die Behörden jetzt mit einer Initiative verstärkt dagegen vorgehen. Dabei soll aber auch die Rockerkriminalität im Fokus bleiben.

  • Verschiedene Aufkleber der «Hells Angels» kleben an einem Karton. Foto: Swen Pförtner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Verschiedene Aufkleber der «Hells Angels» kleben an einem Karton. Foto: Swen Pförtner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bad Fallingbostel (dpa/lni) - Bei der Bekämpfung der Clan- und Rocker-Kriminalität wollen die Behörden im Heidekreis künftig enger zusammenarbeiten und den Druck erhöhen. Die Initiative «Räderwerk» wurde am Freitag in Bad Fallingbostel vorgestellt. Beteiligt sind verschiedene Polizeidienststellen, neben der Polizeiinspektion Heidekreis etwa auch die Bundespolizei, das Landeskriminalamt sowie die Polizeidirektion Lüneburg. Auch das Finanzamt, der Zoll, der Landkreis sowie Städte und Gemeinden gehören dazu, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Dabei seien zudem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie die Landesaufnahmebehörde (LAB). Der Zusammenschluss sei in Niedersachsen bislang einzigartig.

Eng vernetzt soll gegen kriminelle Rocker und Familienstrukturen vorgegangen werden. Diese Form der Kriminalität zeichne sich unter anderem durch Ablehnung bestehender Normen und Gesetze sowie kriminelles Verhalten aus, hieß es. Dem solle künftig entschlossen und niedrigschwellig früh entgegengetreten werden.

Angehörige der ins Visier genommenen Zielgruppen begehen nach Angaben des Sprechers die verschiedensten Delikte. Dazu gehörten Geldwäsche, Schwarzarbeit, Drogenhandel, Einbrüche, bandenmäßiger Ladendiebstahl und Schmuggel. Auch Totschlag, Bedrohung, Brandstiftung, Betrug und Körperverletzung seien dabei. Schon bei kleineren Regelverstößen sollen die rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Dabei soll der Fokus auch auf Immobilienkäufe und Geschäftseröffnungen gerichtet werden. Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr angelegt.

Polizeipräsident Thomas Ring hatte in seiner Antrittsrede im Februar neben Terrorismus und Cyber Crime auch die Clan- und Einbruchskriminalität als besondere Gefahr hervorgehoben. Der Chef der Polizeidirektion Lüneburg ist für den Heidekreis, aber auch für die Polizei in den Kreisen Celle, Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Rotenburg und Stade verantwortlich.

Auch das Bundeskriminalamt (BKA) will die Clan-Kriminalität in Deutschland stärker ins Visier nehmen, hatte eine Sprecherin im Januar angekündigt. Im nächsten BKA-Lagebild zur Organisierten Kriminalität werde es erstmals ein Kapitel «Kriminelle Mitglieder von Großfamilien ethnisch abgeschotteter Subkulturen» geben. Die Kriminalität von Angehörigen türkisch- und arabischstämmiger Großfamilien zeichne sich durch eine ethnisch abgeschottete Familienstruktur aus, hieß es. Unter Missachtung staatlicher Strukturen, deren Werteverständnis und Rechtsordnung werde eine eigene Subkultur gebildet. Schwerpunkte der Ermittlungen gebe es in Berlin, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

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