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Neuer Corona-Reihentest in Friedland gestartet

30.06.2020 - Im Grenzdurchgangslager Friedland im Landkreis Göttingen hat am Dienstag ein weiterer Reihentest auf das Coronavirus begonnen. «Bis in die Abendstunden sind 400 Tests geplant», sagte eine Sprecherin der Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen. Mit aussagekräftigen Resultaten sei nicht vor Donnerstag zu rechnen. Bisher gelten insgesamt 48 Menschen im Grenzdurchgangslager als infiziert. Betroffen sind Flüchtlinge, Spätaussiedler und Mitarbeiter der Einrichtung.

  • Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die LAB-Sprecherin bestätigte am Dienstag, bei den Spätaussiedlern derzeit infizierte Bewohner und Gesunde nicht getrennt voneinander untergebracht werden können. Über den Engpass bei den Kapazitäten hatte zuvor der NDR berichtet. Als Grund nannte die Sprecherin, dass in den vergangenen zwei Woche drei Flugzeuge mit Neuankömmlinge gelandet seien. Sollte die Zahl der Infektionen massiv steigen, würden die Grenzen der Einrichtung überschritten. Erst nach den neuen Testergebnissen könnte über Verlegungen betroffener Menschen nachgedacht werden.

Am Montag hatte die Behörde daher auch einen Appell an den Bund gerichtet. Spätaussiedler könnten etwa schon am Flughafen auf eine mögliche Infektion untersucht werden, sagte eine Sprecherin. Das Innenministerium in Hannover sprang der Behörde bei. «Wir erwarten, dass von Bundesseite schnellstmöglich notwendige Maßnahmen ergriffen werden, um mögliche Infektionen bereits an den Ankunftsflughäfen festzustellen und eine Weiterverbreitung auszuschließen», sagte Sprecherin am Montag.

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