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Niedersachsen lässt Fans wieder in Stadien

23.09.2020 - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt - wird es trotzdem ab Oktober weitere Lockerungen in Niedersachsen geben? Die Regierung hat die Pläne dafür vorbereitet, entscheidet aber erst kurz vor Monatsbeginn, ob Lockerungen kommen. Nur Fußballfans können aufatmen.

  • Anke Pörksen, Regierungssprecherin von Niedersachsen, spricht während einer Pressekonferenz im Landtag. Foto: Holger Hollemann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Anke Pörksen, Regierungssprecherin von Niedersachsen, spricht während einer Pressekonferenz im Landtag. Foto: Holger Hollemann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen will die Landesregierung erst kurz vor Oktoberbeginn entscheiden, ob zum Monatsanfang weitere Lockerungen in Kraft treten. Bereits klar ist aber, dass das Land für sechs Wochen die Teil-Rückkehr der Fans in die Fußball-Stadien testet.

Ab Freitag dürfen Stadien und Sporthallen zu maximal 20 Prozent ausgelastet werden, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Mittwoch. Damit kann bereits das Fußball-Zweitliga-Spiel zwischen dem VfL Osnabrück und Hannover 96 am Freitagabend (18.30 Uhr/Sky) vor 3200 Zuschauern stattfinden. Allerdings gehen auch in Osnabrück die Infektionszahlen aktuell hoch, die Stadt richtete deswegen ihren Corona-Krisenstab wieder ein.

Voraussetzung für die Regelung im Sport sei, dass die Zuschauer sitzen, den Mindestabstand einhalten und Mund-Nasen-Masken tragen, außerdem müssten ihre Kontaktdaten erhoben werden, erklärte Pörksen. Aber: «Wenn das Infektionsgeschehen sich verschärft, ist ganz schnell wieder Schluss.»

Ob wie zuletzt geplant eine neue Verordnung mit Lockerungen und einfacheren Regeln am 1. Oktober im Kraft tritt, werde erst im Laufe des kommenden Dienstags entschieden werden - vor dem Hintergrund der Infektionszahlen, sagte Pörksen. «Wir fahren in dem Fall auf Sicht und sind vorsichtig.»

Dies gelte etwa mit Blick auf die Herbstferien, in denen viele Menschen in Deutschland Urlaub machen werden. Der Verordnungsentwurf sei in Arbeit, man könne aber nicht davon ausgehen, dass es Lockerungen geben werde. «Wenn die Zahlen steigen, ist die Wahrscheinlichkeit für eine neue Verordnung gering.»

In Niedersachsen wurden bis Mittwochmorgen 19 198 Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt, 203 mehr als einen Tag zuvor. 678 an Covid-19 Erkrankte sind inzwischen gestorben, das sind acht mehr als am Vortag. Im besonders betroffenen Landkreis Cloppenburg seien 13 neue Fälle aufgetreten, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Oliver Grimm. Je 100 000 Einwohner sank die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen leicht auf 51,6, liegt damit also weiter über der Warnschwelle von 50.

Die Stadt Osnabrück richtete angesichts steigender Infektionszahlen wieder einen Krisenstab ein. Noch am Mittwoch sollte der Stab zu einer vorbereitenden Sitzung in kleiner Runde zusammentreffen, wie ein Sprecher der Stadt sagte. Mit 31 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen hat die Kommune das landesweit zweithöchste Infektionsgeschehen nach dem Landkreis Cloppenburg. Der im März eingerichtete Krisenstab war im Juni wegen des damaligen Tiefs bei den Infektionszahlen aufgelöst worden.

Nach dem Verordnungsentwurf ist geplant, dass Privatfeiern von Oktober an wieder mit bis zu 500 Menschen erlaubt sein können, wenn alle Teilnehmer sitzen. Findet die Party vor allem im Stehen statt, sind drinnen bis zu 50 und draußen bis zu 100 Teilnehmer erlaubt.

Auch andere Veranstaltungen sollen bald mit bis zu 500 Teilnehmern zulässig sein, wenn alle sitzen und Abstand gehalten wird. Konzerte, Messen oder Märkte können dem Entwurf zufolge auch mit mehr als 500 Menschen erlaubt werden - dann müssen sich die Veranstalter aber eine Genehmigung holen, die widerrufen werden kann, wenn sich die Lage ändert.

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