Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Niedersachsen will Wasserstoffzentrum werden

10.06.2020 - Der Bund hat entschieden: Wasserstoff soll als klimafreundlicher Energieträger mit Milliarden gefördert werden. Niedersachsens Landesregierung wittert eine große Chance für die Region.

  • Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Niedersachsens Landesregierung sieht in der neuen Wasserstoffstrategie des Bundes große Chancen für den Norden. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte am Mittwoch, der Beschluss könne «erhebliche Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland» schaffen. Für Energieminister Olaf Lies (SPD) ist Niedersachsen sogar das «Wasserstoffland Nummer eins». Wasserstoff kann als klimafreundlicher Energieträger für Kraft- und Brennstoffe dienen, um Kohle, Öl und Erdgas in Industrie und Verkehr abzulösen.

D ie Wasserstoffstrategie sieht zusätzlich zu laufenden Förderprogrammen sieben Milliarden Euro dafür vor, dass sich die Technologie am Markt durchsetzt, und weitere zwei Milliarden Euro für internationale Partnerschaften. Bis 2030 sollen Erzeugungsanlagen von bis zu fünf Gigawatt Gesamtleistung in Deutschland entstehen. Im Zentrum steht dabei sogenannter grüner Wasserstoff, der ausschließlich mit erneuerbaren Energien gewonnen wird.

Damit gebe es jetzt erstmals verlässliche langfristige Rahmenbedingungen für Investitionen in Wasserstoff, sagte Lies. Als Beispiel nannte er die angestrebte Quote von zwei Prozent für Flugkraftstoffe, für deren Produktion grüner Wasserstoff erforderlich ist. In dem Strategiepapier heißt es dazu: «Im Sinne eines ambitionierten Markthochlaufs wird zunächst eine Quote in Höhe von mindestens zwei Prozent in 2030 erörtert.»

Althusmann sagte, er hätte sich ehrgeizigere Ziele beim Ausbau der Produktion gewünscht. Allerdings werde Norddeutschland eine wesentliche Rolle in der Wasserstoffwirtschaft spielen. «Die Industrie wird sich dort ansiedeln, wo die Energie der Zukunft erzeugt wird», sagte er.

Für erste Erfolge aus Niedersachsen verwies der Wirtschaftsminister auf Müllfahrzeuge und Kehrmaschinen mit kombiniertem Batterie- und Brennstoffzellenantrieb sowie den nach seinen Angaben weltweit ersten Wasserstoffzug, der demnächst im regulären Einsatz sein soll.

Lies zufolge ist Niedersachsen wegen des Ausbaus der grünen Energie an Land und der Anbindung der Windenergie auf See, aber auch wegen der Chemie- und Stahlindustrie als Abnehmer prädestiniert für die neue Technologie. «Wir haben die ideale Basis, um zentral auch grünen Wasserstoff zu produzieren, den wir direkt über die Gasverteilnetze in alle Teile des Landes transportieren können», sagte Lies. «Wir sollten ganz schnell in den Ländern, wo es in großen Mengen erneuerbare Energien gibt, auch in großem Volumen die Wasserstofftechnologie ausbauen, und das ist einfach Niedersachsen.»

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren