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Norddeutsche Länder setzen auf «grünen Wasserstoff»

02.05.2019 - Im Norden weht viel Wind. Doch viel Energie bleibt ungenutzt, weil sie als Strom nicht dorthin transportiert werden kann, wo sie gebraucht wird. Die Herstellung von Wasserstoff aus Windstrom kann eine Lösung sein - und darauf setzt der Norden.

  • EIn Windrad in Niedersachsen. Foto: Christophe Gateau/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    EIn Windrad in Niedersachsen. Foto: Christophe Gateau/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa) - Die norddeutschen Länder wollen die Energiewende aktiv zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts nutzen. Im Zentrum steht dabei die Herstellung «grünen Wasserstoffs» aus Windenergie, mit dem die Klimaziele erreicht werden könnten, wie Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Donnerstag nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Stephan Weil, Carsten Sieling (beide SPD), Daniel Günther (CDU) und Manuela Schwesig (SPD) ausführte.

Mit der Technologie könne auch die im Norden reichlich vorhandene Windenergie genutzt werden, die aufgrund fehlender Netzkapazitäten derzeit nicht zur Stromproduktion verwendet werde. Wasserstoff kann hingegen als Speicher und Energiequelle zugleich in vielfältiger Weise genutzt werden.

Mit einer Wasserstoff-Industrie könne im Norden eine neue Wertschöpfungskette geschaffen werden, die maßgeblich zum Erreichen der Klimaziele beitragen würde, sagte Tschentscher. «Wir haben den Wind, die Wissenschaft und die Unternehmen, die die Wasserstofftechnologie nach vorne bringen können. Und dieses Angebot machen wir ganz Deutschland.»

Die Regierungschefs, die auch mit den Präsidenten der norddeutschen IHKs und Unternehmensverbände berieten, verabschiedeten ein Eckpunktepapier zur «Norddeutschen Wasserstoff-Strategie», in dem auch Forderungen an Bundesregierung und EU formuliert sind.

Unter anderem müssten Strompreisbestandteile wie Steuern, Abgaben und Umlagen so gestaltet werden, dass grüner Wasserstoff wirtschaftlich und konkurrenzfähig hergestellt werden könne, heißt es darin. «Derzeit ist es so, dass die Herstellung und die Weiterleitung von Wasserstoff zwei Mal mit EEG-Umlage belegt wird», sagte Weil. «Das verhindert eine sinnvolle weitere ökologische und ökonomische Nutzung.»

«Unsere gemeinsame Position ist, dass die Bundesregierung stärker auf erneuerbare Energien setzten muss als bisher», sagte Schwesig und verwies auf die Potenziale der Offshore-Windenergie. «Wichtig ist, dass wir wirklich einen Plan haben, wie wir bis 2038 aus Atomkraft, aus Kohle aussteigen können, ohne dass der Strom teurer wird.»

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