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Osterloh: Tarif- und Standortflucht nicht zulassen

21.09.2020 - VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hat Konzerne für ihre Reaktion auf die Corona-Pandemie kritisiert. Die Krise werde von vielen Unternehmen als Chance gesehen, Werke zu schließen und die Produktion in andere Länder mit geringeren Lohnkosten zu verlagern, sagte Osterloh der «Braunschweiger Zeitung» (Montag). «Das ist nichts anderes als Tarif- und Standortflucht und darf nicht zugelassen werden», sagte er dem Blatt.

  • VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ähnlich äußerte sich auch IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. Er warf den Industriekonzernen vor, die Corona-Krise als Vorwand für massiven Stellenabbau zu nehmen. «Eine Reihe Arbeitgeber nutzt die Krise, um in Deutschland zum Kahlschlag anzusetzen und Arbeit in Billiglohnländer zu verlagern», sagte er der «Süddeutschen Zeitung» (Montag). «Wenn manche Betriebe gleichzeitig Liquiditätshilfen oder andere steuerfinanzierte Stützungen in Anspruch nehmen, ist dies skandalös.»

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte sich am Wochenende irritiert über das Ausmaß der Pläne beim Autozulieferer Continental gezeigt. «Es ist ohne Frage so, dass die Automobilbranche von der Corona-Krise hart getroffen ist und zusätzlich in einem Transformationsprozess steckt. Trotzdem habe ich kein Verständnis für ein radikales Jobabbau-Programm in diesem Bereich», sagte der SPD-Politiker «Rheinischen Post» (Samstag).

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