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Ostfriesische Inseln: Naturschutz liefert Konfliktstoff

06.02.2019 - Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat die Bürgermeister der ostfriesischen Inseln zum Dialog eingeladen. Dort fühlen sich manche Bewohner durch Vorgaben stark eingeschränkt.

  • Olaf Lies (SPD) spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Peter Steffen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Olaf Lies (SPD) spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Peter Steffen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hannover (dpa) - Zehn Jahre nach der Aufnahme des Wattenmeeres zum Weltnaturerbe gibt es wieder Kritik an den Naturschutz-Vorgaben im Gebiet des Niedersächsischen Nationalparks. Im vergangenen Jahr hatte es auf den sieben ostfriesischen Inseln teilweise lautstarken Unmut über Einschränkungen für die Bewohner gegeben. Auf Baltrum war sogar der Ausstieg aus dem Schutzgebiet gefordert worden. Umweltminister Olaf Lies (SPD) will sich heute mit den Bürgermeistern der Inseln treffen, um Problemfelder und Lösungen zu besprechen.

Grund für den Streit auf Baltrum waren Einschränkungen bei der Vogeljagd. Geplante Änderungen bei den Jagdpachtverträgen waren auch auf anderen Inseln auf Kritik gestoßen. Fast alle Inseln haben Konfliktbereiche an den Schutzgebieten, etwa bei der Ausweisung von Kitesurf-Zonen, bei der Beweidung von Flächen mit Pferden oder bei Verboten für Reiter, Angler und Wassersportler. Der Bürgermeister von Juist, Tjark Goerges (parteilos), hatte auch die Herausnahme von Teilflächen aus dem Nationalpark ins Gespräch gebracht.

Naturschützer wie der Wattenrat Ostfriesland wehren sich vor allem gegen die Vogeljagd im Nationalpark, gegen neue Kitesurf-Gebiete und die Ausweitung der touristischen Infrastruktur. «Real existierender Massentourismus und der Erhalt der biologischen Vielfalt schließen sich eigentlich aus», kritisierte Manfred Knake vom Wattenrat die derzeitige Situation in dem Großschutzgebiet.

Er nehme die Kritik auf den Inseln ernst, sagte Lies vor dem Treffen: «Der Nationalpark ist ein Riesenerfolg und ein Aushängeschild für die Küste und für die Inseln.» Jedes Jahr kämen Tausende Urlauber und Besucher gerade in diese Region, um die einzigartige Natur und Landschaft zu erleben. Daher sei es gut, gemeinsam nach klugen Lösungen zu suchen. Das hatte auch Nationalparkleiter Peter Südbeck im Oktober zugesichert.

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