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Paare müssen bei Hochzeiten häufig auf Trauzeugen verzichten

29.03.2020 - Für ihre Hochzeit planen Paare oft sehr genau, wer dabei sein soll. Wegen der Einschränkungen durch das Coronavirus fällt diese Überlegungen plötzlich weg: Die Frage ist nicht mehr wer, sondern wie viele Menschen dabei sein dürfen.

  • Bei der Trauung streift der Bräutigam der Braut einen Ehering über den Ringfinger. Foto: Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bei der Trauung streift der Bräutigam der Braut einen Ehering über den Ringfinger. Foto: Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei Hochzeiten müssen Paare in Niedersachsen derzeit oft auf Trauzeugen verzichten. Aufgrund der Begrenzung sozialer Kontakte würden Trauungen zwar weiterhin stattfinden, allerdings seien bei der Zeremonie keine Trauzeugen mehr zugelassen, teilte die Stadt Lüneburg mit. Die Paare würden vorab telefonisch über die Vorgaben informiert. «Sollte für die Hochzeit dringend ein Dolmetscher nötig sein, ist das möglich», sagte eine Stadtsprecherin.

Viele Gemeinden reagieren auf die Einschränkungen durch das Coronavirus ähnlich, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Grundsätzlich dürften im Moment neben dem Standesbeamten nur die Brautleute an der Eheschließung teilnehmen, hieß es aus Hannover. Trauzeugen könnten nur noch in begründeten Ausnahmefällen teilnehmen. Auch in Wolfsburg beschränkt sich die Trauung nach Angaben der Stadt nur noch auf das Brautpaar, eine Traugesellschaft ist im Traulokal nicht mehr zugelassen.

Es gibt aber auch kleine Unterschiede im Umgang mit den Einschränkungen. Aus Oldenburg hieß es, dass die Zahl auf das Traupaar plus eine Person begrenzt sei. «Das ist dann in der Regel ein Fotograf», sagte ein Stadtsprecher. Osnabrück teilte hingegen mit, dass neben den Standesbeamten das Brautpaar, maximal zwei Trauzeugen und bei Bedarf ein Dolmetscher anwesend sein dürften.

«Es mag unromantisch sein, aber nur durch konsequente Kontaktminimierung bei allen Anlässen und in allen Lebensbereichen können wir die Verbreitung des Coronavirus verlangsamen», sagte die Osnabrücker Fachbereichsleiterin Heike Pape. Als Reaktion darauf biete das Standesamt Übertragung der Zeremonie per Webcam an. So könne der Großteil der Freunde und Familie zumindest per Live-Bild teilhaben.

Viele Absagen verzeichnen die Ämter indes nicht. Mittlerweile hätten aber einige Heiratswillige ihre Hochzeit verschoben, weil sie nicht ohne Gäste im Standesamt den Bund fürs Leben schließen wollten, sagte ein Braunschweiger Stadtsprecher. Das sei aber nicht die Mehrheit. Es gibt aber Paare, die ihre Trauung vorziehen, wie der Sprecher aus Wolfsburg sagte. Sie hätten Befürchtung, dass in zwei bis drei Wochen Trauungen ganz eingestellt werden.

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