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Pause für Tui-Schiff: Warten auf Corona-Test-Ergebnisse

04.05.2020 - Nach einem Corona-Fall liegt der Kreuzfahrtdampfer «Mein Schiff 3» weiter in Cuxhaven fest. An Bord sind rund 2900 Crew-Mitglieder, die nur eins wollen: So schnell wie möglich runter vom Schiff und nach Hause.

  • Ein Mann zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hoffen und Bangen auf dem Kreuzfahrtschiff «Mein Schiff 3»: Rund 2900 Crew-Mitglieder aus zahlreichen Ländern sind wegen eines positiven Corona-Falls in dem in Cuxhaven liegenden Schiff unter Quarantäne. Alle Menschen an Bord wurden getestet. Die Ergebnisse könnten möglicherweise am Montagabend vorliegen. Für die Kommunikation ist der Landkreis Cuxhaven zuständig. Die Helios Klinik Cuxhaven habe am Sonntag 2828 Abstrich-Tests vorgenommen, teilte ein Kreissprecher mit. Diese würden nun von Laboren in Bremen, Hamburg und Cuxhaven ausgewertet. Einige seien bereits negativ ausgefallen.

Die Besatzung aller Tui-Cruises-Schiffe ist seit mehr als vier Wochen in Isolation: Der letzte Kontakt der Mein-Schiff-Flotte zur Außenwelt war nach Unternehmensangaben am 23. März - an dem Tag seien die letzten Gäste von Bord gegangen. Es gebe einzelne Crew-Mitglieder an Bord von «Mein Schiff 3», die sehr angespannt seien, sagte eine Sprecherin der Kreuzfahrt-Marke des weltgrößten Reisekonzerns Tui. Polizeibeamte waren am Samstag an Bord, um eine Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen zwei Crewmitglieder aufzunehmen. Es wurde laut Polizei Mobiliar beschädigt.

«Der Großteil der Besatzung ist aber ruhig», betonte die Sprecherin weiter. An Bord von «Mein Schiff 3» seien üblicherweise rund 2500 Gäste sowie rund 1000 Crew-Mitglieder. Zur Zeit seien alle an Bord in Gäste- oder Besatzungskabinen untergebracht, auch wenn bedauerlicherweise nicht für jeden eine Einzelkabine zur Verfügung stehe. Sollten sich Krankheitssymptome zeigen, würden die Betroffenen isoliert in Kabinen untergebracht.

Dem infizierten Besatzungsmitglied geht es laut Tui Cruises auf einer Isolierstation der Helios Klinik Cuxhaven gut mit nur milden Symptomen. Das Schiff war am Freitag unter Quarantäne gestellt worden. 15 Mitarbeiter hatten sich nach dem Anlaufen in Cuxhaven mit «leichten grippeähnlichen Symptomen» an das Bordhospital gewandt. Das Gesundheitsamt und der hafenärztliche Dienst des Kreises ordneten daraufhin Corona-Tests an. Dabei kam das positive Ergebnis auf.

Die 2900 Besatzungsmitglieder waren von anderen Schiffen der Tui-Cruises-Flotte gesammelt worden und sollten von Deutschland aus in ihre Heimatländer geflogen werden. Normalerweise geschieht dies auf den Routen bei Anläufen in anderen Ländern. Wegen der Pandemie ist das derzeit nicht möglich. So habe beispielsweise Spanien nicht erlaubt, dass die Crew an Land gehe und die Heimreise von dort antrete. Zudem scheitere eine Heimreise teilweise auch an Reiserestriktionen in den Heimatländern.

Das Reisegeschäft von Tui ruht wegen der Corona-Pandemie seit Wochen fast überall, einschließlich Kreuzfahrt-, Flug- und Hotelbetrieb. Zur Überbrückung der Krise bekommt der Konzern einen Staatskredit von 1,8 Milliarden Euro. Erst kürzlich verlängerte Tui Deutschland seinen Reisestopp ins Ausland angesichts der weltweiten Reisewarnung der Bundesregierung bis Mitte Juni.

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