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Pilotprojekt: Telemedizin in Gefängnissen

05.06.2020 - Wenn Häftlinge zu einem Mediziner außerhalb der Anstaltsmauern müssen, ist dies immer mit einem Sicherheitsrisiko verbunden. Auch um Bereitschaftsärzte und eigene Bedienstete zu entlasten, steigt der niedersächsische Justizvollzug am 1. Juli in die Telemedizin ein. Kooperationspartner des Pilotprojektes in der JVA Hannover sei auf unbefristete Zeit die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN), teilte das Justizministerium am Freitag in Hannover mit. Nach einem Jahr solle evaluiert werden, ob das Projekt ausgeweitet wird.

  • Ein Arzt sitzt während einer Videosprechstunde in seiner Praxis vor einem Laptop. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Arzt sitzt während einer Videosprechstunde in seiner Praxis vor einem Laptop. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Grundsätzlich kümmern sich die Anstaltsärzte um die medizinische Versorgung der Gefangenen. Außerhalb ihrer Dienstzeiten mussten bisher die Bereitschaftsärzte der KVN in die Gefängnisse kommen beziehungsweise die Häftlinge in eine kassenärztliche Bereitschaftspraxis gefahren werden. Justizministerin Barbara Havliza (CDU) sagte: «Die Telemedizin kann ein erheblicher Gewinn für den Justizvollzug sein, weil sie die Abläufe vereinfacht und beschleunigt.»

Bei geeigneten Fällen in der JVA Hannover, etwa wenn Rezepte ausgestellt werden müssen, wird demnächst eine Videosprechstunde mit der Bereitschaftsdienstpraxis im Klinikum Siloah in Hannover eingerichtet. Einige Beschwerden erforderten weiterhin den direkten Arzt-Patienten-Kontakt, hieß es. Dies gelte insbesondere für akute Notfälle. Bei Erfolg sollen die Videosprechstunden auf weitere Anstalten ausgeweitet werden. Die Kosten für das Pilotprojekt liegen laut Ministerium bei rund 50 000 Euro.

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