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Pistorius besucht Freitagsgebet aus Solidarität mit Muslimen

22.03.2019 - Als Zeichen der Solidarität mit den Muslimen nach dem Anschlag in Neuseeland haben Politiker und Vertreter anderer Religionen eine Moschee in Hannover besucht. Die Initiative ging vom Vorsitzenden des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden aus.

  • Boris Pistorius (SPD), Innenminister von Niedersachsen, spricht vor dem Freitagsgebet in der Ayasofya Moschee. Foto: Christophe Gateau © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Boris Pistorius (SPD), Innenminister von Niedersachsen, spricht vor dem Freitagsgebet in der Ayasofya Moschee. Foto: Christophe Gateau © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hannover (dpa/lni) - Als Zeichen der Solidarität mit den Muslimen nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) das Freitagsgebet in einer Moschee in Hannover besucht. Auch in Deutschland und Niedersachsen gebe es Probleme mit fremdenfeindlicher Gewalt, Islamfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus, sagte Pistorius. Dem müsse sich der Staat, aber auch die gesamte Bevölkerung entgegenstellen. Die Initiative für ein gemeinsames Gebet mit Vertretern aus Politik, Kirchen und jüdischer Gemeinschaft war vom Vorsitzenden des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden, Michael Fürst, ausgegangen.

«Ich will mit dieser Aktion hier zeigen, wir fühlen uns solidarisch mit Ihnen», sagte Fürst, der bereits seit längerem einen Austausch mit der muslimischen Gemeinschaft pflegt. Ihm sei wichtig, dass die Muslime sich als Teil der Gesellschaft fühlten und auch ihre Kinder so erziehen. Er rief dazu auf, die Kontakte zwischen der jüdischen und muslimischen Gemeinschaft zu intensivieren. Der Vorsitzende des muslimischen Landesverbandes, Recep Bilgen, äußerte sich ähnlich. «Ich wünsche mir, dass wir uns in Zukunft öfter besuchen zu erfreulicheren Anlässen.»

«Ich versichere Ihnen, dass wir auch in Zukunft ganz eng an Ihrer Seite stehen», sagte Pistorius. Auch die Polizei sei, was den Schutz von Moscheen angeht, entsprechend sensibilisiert, sagte Pistorius vor seiner Ansprache. Konkrete Hinweise auf eine Gefährdung gebe es aber nicht. Begleitet wurde der Minister von Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe. Die Muslime in Hannover hatten nach dem Anschlag in Neuseeland um mehr Polizeischutz gebeten.

Mit zwei Schweigeminuten gedachte Neuseeland am Freitag der 50 Todesopfer des Anschlags auf zwei Moscheen in Christchurch vor einer Woche. Als mutmaßlicher Täter sitzt ein Rechtsextremist aus Australien in Untersuchungshaft.

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