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Polizei: Havliza lobt deutsch-niederländische Zusammenarbeit

09.07.2020 - Wenn Kriminelle flüchten, kann ihre Verfolgung nicht an der Grenze aufhören. Im Westen Niedersachsens gehen deutsche Polizisten seit über zehn Jahren gemeinsam mit ihren niederländischen Kollegen auf Streife. Wie sieht die Bilanz ihrer Arbeit aus?

  • Ein Polizist des GPT hält an der Grenze eine Kelle aus dem Fahrzeug. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizist des GPT hält an der Grenze eine Kelle aus dem Fahrzeug. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) hat die Zusammenarbeit mit der Polizei und der Justiz in den Niederlanden gelobt. «Die Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden läuft vorbildlich», sagte Havliza am Donnerstag beim Besuch der Bundespolizeiinspektion in Bad Bentheim. «Wir alle wollen mit offenen Grenzen leben.» Kriminalität stoppe nicht an der Grenze. «Die polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit ist deshalb ein unerlässlicher Baustein für ein grenzenloses Europa.» Die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland sei insbesondere wichtig, um international agierenden Banden auf die Spur zu kommen.

«Spezialisierung und Zuständigkeitskonzentration sind die richtigen Strategien, um Einbrechern, Automatensprengern und Betrügern das Handwerk zu legen», betonte Havliza. Bei der auch für das Grenzgebiet zuständigen Staatsanwaltschaft Osnabrück bestehe seit Sommer 2018 eine Zentralstelle zur Bekämpfung von Wohnungseinbruchsdiebstählen. Diese Stelle sei vom Justizministerium mit drei zusätzlichen Staatsanwälten ausgestattet worden. Die Einrichtung dieser Zentralstelle in Osnabrück sei ein wichtiger Schritt gewesen, um Einbrüche effizient verfolgen zu können. Bereits jetzt sei es gelungen, eine größere Zahl von Taten aufzuklären und Zusammenhänge zu erkennen.

Bei der Bundespolizeiinspektion in Bad Bentheim ist das grenzüberschreitende Polizeiteam mit deutsch-niederländischen Streifenwagenteams angesiedelt. Das Team besteht aus insgesamt 20 Polizistinnen und Polizisten aus beiden Ländern, die auf beiden Seiten der Grenze im Streifendienst eingesetzt sind. Damit sind die Teams in der Lage, in beiden Ländern tätig zu sein, was etwa bei der Verfolgung von Straftätern über die Grüne Grenze wichtig ist.

Seit dem Start ihrer Arbeit haben die deutsch-holländischen Polizeiteams 8500 Straftaten aufgedeckt. In 800 Fällen wurden per internationaler Fahndung gesuchte Kriminelle oder wertvolle Güter aufgegriffen. Die Polizeieinheit besteht seit mehr als zehn Jahren, sie wird getragen von fünf Polizeibehörden aus Deutschland und den Niederlanden. Seit der Gründung waren die Teams knapp 18 500 Mal im Einsatz. Unter anderem wurden dabei rund 370 Kilogramm Betäubungsmittel mit einem Marktwert von mehr als acht Millionen Euro sichergestellt, hieß es von der federführenden Polizeidirektion Osnabrück.

Auch bei der Bekämpfung von Bandenkriminalität wie etwa Wohnungseinbrüchen oder Geldautomatensprengungen sind die Ermittler auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit angewiesen. Dazu baute die Polizeidirektion Osnabrück zentrale Ermittlungseinheiten auf, die in den vergangenen vier Jahren mehr als 450 Taten aufklärten und mehr als 130 Täter ermittelten. 14 Täterbanden und Netzwerke wurden laut Polizeidirektion zerschlagen.

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