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Polizei und Bundeswehr üben Terrorlage auf der Nordsee

22.08.2019 - Wie geht die Polizei mit einem Terrorangriff auf See um? Einen solchen Fall simulierten die Einsatzkräfte bei Wilhelmshaven. Erkenntnis: Ohne Hilfe der Marine geht es nicht.

  • SEK-Einsatzkräfte verlassen nach der Übung das beteiligte Zielschiff "Cap San Diego". Foto: Mohssen Assanimoghaddam © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    SEK-Einsatzkräfte verlassen nach der Übung das beteiligte Zielschiff "Cap San Diego". Foto: Mohssen Assanimoghaddam © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wilhelmshaven (dpa) - Auf der Nordsee haben Hunderte Polizisten die Befreiung eines von Terroristen gekaperten Schiffes geprobt. Das Szenario am Donnerstag sah einen geplanten Anschlag auf den Wilhelmshavener Hafen vor, doch das Schiff sollte zuvor von Spezialeinheiten der Polizei befreit werden. Die Übung spielte sich an Bord des ausgedienten Frachtschiffs Cap San Diego ab, das sonst im Hamburger Hafen als Museumsschiff vor Anker liegt, wie die Polizeidirektion Oldenburg mitteilte.

An der Übung waren auch Soldaten beteiligt. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), der das Szenario an Bord des Einsatzgruppenversorgers Bonn beobachtete, sagte, ein Terroranschlag sei trotz der Arbeit der Sicherheitsbehörden nie auszuschließen. «Umso wichtiger war diese Übung, um für ein solches Szenario bestmöglich vorbereitet zu sein und die Menschen schützen zu können», sagte er nach Abschluss der Großübung.

Es seien alle relevanten Systeme der Sicherheitsbehörden erfolgreich getestet worden. Die Übung habe auch gezeigt, dass bei einer solchen Bedrohungslage die Polizei auf Unterstützung der Marine angewiesen sei, sagte der Minister.

An der Großübung waren Bundes- und Landesbehörden beteiligt. Neben der Wasserschutzpolizeiinspektion Oldenburg nahmen auch der Nordverbund des Spezialeinsatzkommandos (SEK) aus den norddeutschen Bundesländern, die GSG 9, die Bundespolizei, die Deutsche Marine, die Niedersächsische Hafenbehörde und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger teil.

Schon am Vortag wurden bei einer sogenannten Stabsrahmenübung Genehmigungsabläufe zwischen Polizei und Bundeswehr geübt. Die Übung habe viele wertvolle Erfahrungswerte geliefert, sagte der Oldenburger Polizeipräsident Johann Kühme. 400 Einsatzkräfte der Polizei, 29 Wasserfahrzeuge und 4 Hubschrauber waren im Einsatz. In Niedersachsen ist die Polizeidirektion Oldenburg für die Bewältigung maritimer Bedrohungslagen zuständig.

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