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Protest in Garbsen gegen Suedlink-Trasse

22.04.2019 - Die geplante Suedlink-Stromtrasse spielt für die Energiewende eine wichtige Rolle. Doch gegen die diskutierte Route laufen Anwohner, Umweltschützer und Politiker in betroffenen Regionen Sturm.

  • Schild mit der Aufschrift «GEGEN SuedLink!». Foto: Nicolas Armer/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schild mit der Aufschrift «GEGEN SuedLink!». Foto: Nicolas Armer/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Garbsen (dpa/lni) - Die umstrittene Suedlink-Stromtrasse hat am Montag Menschen in mehreren Bundesländern zu Protesten mobilisiert, darunter in Garbsen bei Hannover. Dort protestierten nach Angaben der Polizei knapp 90 Trassengegner mit einer Rad-Sternfahrt gegen die Planung.

Aus mehreren Stadtteilen machten sich die Gegner auf zur Ortschaft Horst. Die Suedlink-Gegner befürchten unter anderem negative Auswirkungen auf die Gesundheit, Bauern gehen von kaum absehbaren Folgen für die Ertragsfähigkeit der Böden aus.

Die Netzbetreiber Tennet und TransnetBW hatten im Februar einen veränderten Vorschlag zur Trassenführung vorgestellt. Die Route soll demnach von Schleswig-Holstein aus westlich an Hannover vorbei über Nordhessen und Südthüringen nach Bayern und Baden-Württemberg führen. Die etwa 700 Kilometer lange Trasse, die als eine Hauptschlagader der Energiewende gilt, soll Windstrom vom Norden in die Industriezentren im Süden bringen.

Auch in Thüringen gab es am Montag Proteste gegen die Pläne. In Lauchröden (Wartburgkreis) kamen Menschen aus Thüringen, Hessen, Bayern und Niedersachsen zusammen. Die Polizei sprach zum Auftakt von 2000 Teilnehmern, die in den Ort an der Grenze zu Hessen gekommen waren. Die Initiatoren vom Verein «Thüringer gegen Suedlink» wollen den Bau der Erdkabeltrasse verhindern. Sie fürchten, dass darüber nicht nur Windstrom von Nord- nach Süddeutschland, sondern auch ausländischer Atom- und Kohlestrom fließen könnte.

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