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Gewaltdelikte führen zu Durchsuchungen in mehreren Ländern

14.07.2020 - Am Morgen rücken Polizisten drei Bundesländern aus. Hintergrund sind Gewaltdelikte in Goslar und Umgebung. 13 Tatverdächtige stehen im Visier der Ermittler.

  • Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit einer Razzia sind Ermittler am Dienstag in Südniedersachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg gegen eine Gruppe von 13 Tatverdächtigen vorgegangen. Auslöser für die Durchsuchungsaktion von 21 Objekten waren der Polizei zufolge Gewalttaten, die es zwischen März und Mai dieses Jahres in Goslar und Umgebung gegeben hatte. Für einen Verdächtigen hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig einen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt. Die Vorführung vor dem Haftrichter soll am Mittwoch folgen.

Die 13 Beschuldigten kommen nach Polizeiangaben größtenteils aus dem Landkreis Goslar. Bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig laufen in dem Zusammenhang mehrere Strafverfahren, auch wegen eines versuchten Totschlags in Seesen. Dort war es Ende April zu einem Angriff gekommen, bei dem einem 23-Jährigen in den Kopf gestochen wurde. Der Mann aus Springe kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Mehrere Tatverdächtige wurden damals festgenommen, nach ihren Vernehmungen zunächst aber wieder entlassen.

Am Dienstag rückten die Ermittler in den frühen Morgenstunden zunächst zu 17 Durchsuchungen aus. Im Visier hatten sie dabei größtenteils Wohnhäuser im Landkreis Goslar, in Osterode (Kreis Göttingen), Göttingen und Peine in Niedersachsen sowie in Ilsenburg (Kreis Harz) in Sachsen-Anhalt. Dabei ergaben sich auch Hinweise auf Tatverdächtige in einem Hamburger Hotel, insgesamt wurde die Aktion auf 21 Objekte ausgeweitet.

Sichergestellt wurde laut Bericht umfangreiches Beweismaterial, darunter gefährliche Gegenstände, Mobiltelefone, Datenträger sowie Tabakgemisch im mittleren dreistelligen Kilogrammbereich. Die möglichen Beweise sollen jetzt ausgewertet werden. Der Durchsuchungsaktion waren monatelange Ermittlungen vorausgegangen.

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