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Regen füllt Talsperren und tränkt dürre Böden

18.10.2019 - Dass es seit einigen Tagen immer wieder regnet, macht Niedersachsens Landwirte froh. Auch bei den Harzwasserwerken atmet man auf. Doch die Niederschläge reichen noch nicht aus.

  • Blick auf die Eckertalsperre im Nationalpark Harz. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick auf die Eckertalsperre im Nationalpark Harz. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Goslar (dpa/lni) - Niedersachsens Bauern ist der Regen der vergangenen Tage hoch willkommen. Allerdings seien weitere Niederschläge erforderlich, um die enormen Defizite der Jahre 2018 und 2019 auszugleichen, sagte der Vizepräsident des Landesbauernverbands, Ulrich Löhr, am Freitag. Landwirte klagen über Ernteausfälle. Nach den jüngsten Niederschlägen beginnen sich immerhin die Talsperren im Harz langsam wieder zu füllen.

«Von Starkregen-Ereignissen wie in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch abgesehen, die regional zu Problemen geführt haben, freuen sich die Landwirte über die Niederschläge», betonte Löhr. «Die Böden waren sehr stark ausgetrocknet, gleichmäßige Niederschläge, die gut einsickern, sind natürlich bevorzugt.»

Denn die Trockenheit habe zuletzt zu Ernteausfällen geführt, sagte Landvolk-Sprecherin Gabi von der Brelie. Große Schwierigkeiten hätten in diesem Jahr wie schon 2018 auch die Milchviehhalter. Auf den Wiesen sei zu wenig Gras gewachsen, auch wegen der vielen Mäuse - die Landwirte hätten zu wenig Futter für ihre Tiere ernten können. Zudem habe der Silomais zu wenig Ertrag geliefert. Gegenwärtig sei die Rübenernte in vollem Gange, sagte von der Brelie. Für die anschließende Aussaat von Winterweizen wäre weitere Feuchtigkeit wichtig.

Die Niederschläge der vergangenen Tage tragen nach Angaben der Harzwasserwerke auch dazu bei, dass sich die vergleichsweise leeren Talsperren im Harz langsam wieder füllen. Am Freitagmorgen erhöhte sich die Wassermenge in den sechs großen Stauseen stündlich um gut 30 000 Kubikmeter. Der durchschnittliche Stauinhalt betrug 48 Prozent. «Der Negativtrend der zuvor sehr trockenen Monate konnte somit gestoppt werden», sagte Harzwasserwerke-Sprecher Norman Droste.

Normalerweise befinde sich in den Talsperren um diese Jahreszeit zwar deutlich mehr Wasser, sagte Droste. Das langjährige Mittel für Mitte Oktober liege bei einem Stauinhalt von 62 Prozent. Die Lage sei aber längst nicht so angespannt wie 2018: Im Vergleich zum Vorjahresmonat befänden sich in den Stauseen momentan rund 20 Millionen Kubikmeter mehr Wasser. Insgesamt haben die Talsperren im Westharz, aus denen ein Großteil der Niedersachsen das Trinkwasser bezieht, eine Kapazität von 183 Millionen Kubikmetern.

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