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Richter bietet im Schleuser-Prozess Rechtsgespräch an

29.04.2019 - Hildesheim (dpa/lni) - Im Prozess um fünf mutmaßliche Schleuser aus Syrien hat der Vorsitzende Richter am Landgericht Hildesheim den Beteiligten am Montag ein Rechtsgespräch angeboten. Dadurch solle Umfang und Ablauf der Beweisführung abgestimmt werden, sagte ein Gerichtssprecher. Zudem soll erörtert werden, ob Verständigungsgespräche gewünscht sind - dabei könnte über das Strafmaß diskutiert werden. Staatsanwalt und Verteidiger bekundeten am ersten Verhandlungstag ihr Interesse. Die in Deutschland anerkannten Flüchtlinge müssen sich wegen des Vorwurfs auf banden- und gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern vor Gericht verantworten. Ihnen drohen pro geschleusten Menschen bis zu zehn Jahre Haft.

  • Eine Hinweistafel weist auf das Amtsgericht, das Landgericht und die Staatsanwaltschaft Hildesheim hin. Foto: Holger Hollemann © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Hinweistafel weist auf das Amtsgericht, das Landgericht und die Staatsanwaltschaft Hildesheim hin. Foto: Holger Hollemann © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Männer im Alter zwischen 22 und 37 Jahren sollen für ihre Taten amtliche Reisedokumente ihrer Familienangehörigen benutzt haben. Dem Staatsanwalt zufolge sind vier der fünf Angeklagten im Spätsommer und Herbst 2018 mehrfach nach Rhodos gereist, um Frauen und Kinder abzuholen und unter den falschen Personalien am Flughafen einzuchecken. Ein 25-jähriger Beschuldigter «instruierte die anderen Angeklagten für die einzelnen Schleusungen», sagte der Staatsanwalt. Insgesamt sollen die Syrer auf diese Weise 40 Flüchtlinge nach Deutschland und in Nachbarstaaten gebracht haben.

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