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Ruhe mit Risiko: Werders Geduld auf dem Transfermarkt

05.07.2019 - So wirklich heiß ist der Transfersommer für Werder Bremen bislang nicht. Hektisch wird an der Weser aber derzeit niemand - und dass, obwohl zwei Verletzungen einen Mannschaftsteil empfindlich treffen.

  • Eine Fahne mit dem Vereinslogo des Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen. Foto: Daniel Reinhardt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Fahne mit dem Vereinslogo des Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen. Foto: Daniel Reinhardt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zell am Ziller (dpa/lni) - Nur keine Panik! Trotz Verletzungssorgen in der Abwehr, dem Abgang des Kapitäns und der Absage eines Mittelfeld-Kandidaten lässt sich bei Werder Bremen in diesen Trainingslager-Tagen niemand aus der Fassung bringen. Auch die Verletzungen der Innenverteidiger Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp sorgen bei den Norddeutschen nicht für hektische Betriebsamkeit auf dem Transfermarkt. Das passt zur idyllischen Umgebung im Zillertal, birgt aber auch Risiken.

Wenn Werder-Coach Florian Kohfeldt seine Spieler derzeit im Trainingslager in Österreich auf den Platz schickt, ist nur ein etablierter Innenverteidiger dabei. Abwehrchef Niklas Moisander hat als Trainingspartner unter anderen den 18 Jahre alten Julian Rieckmann und den zwei Jahre älteren Niklas Wiemann an seiner Seite - am Montag soll der im vergangenen Jahr ausgeliehene und nun vom FC Bayern München fest verpflichtete Marco Friedl dazukommen. Akuten Handlungsbedarf sieht Kohfeldt im Abwehrzentrum aber nicht. «Die beiden fallen ja kein halbes Jahr aus», sagt er. Er vertraue auf Veljkovic, Langkamp, Moisander und Friedl.

Zumindest der 31 Jahre alte Langkamp dürfte mit seinem Muskelfaserriss schon in der Vorbereitung wieder zum Team stoßen. Bei Veljkovic (23) ist allerdings offen, wie schnell er nach seinem Zehenbruch und verpasster Vorbereitung seine Top-Form erreicht. Kommen weitere Verletzungen oder Sperren dazu, könnte die Defensive zum großen Werder-Problem werden.

Kohfeldt will seinen Kader nicht mit vielen Neuzugängen durcheinanderbringen. «Ich habe jetzt eine ganz große Gruppe von Spielern, die so zusammengeblieben ist und die über sehr viele Dinge schon Bescheid weiß. Darauf können wir gezielt aufbauen», sagt er.

Während die Konkurrenz um die Europapokal-Plätze personell aufrüstet, ist Rückkehrer Niclas Füllkrug bisher die einzige wirklich neue Bremer Verstärkung. Mittelfelmann Marko Grujic hätte Werder gerne geholt, der 23 Jahre alte Serbe entschied sich jedoch für ein weiteres Jahr bei Hertha BSC. So geht die Suche weiter.

«Wir versuchen, so schnell wie möglich Neuzugänge zu präsentieren, aber wir müssen geduldig sein und dürfen nicht die Nerven verlieren», sagt Sportchef Frank Baumann. Je länger es dauert, desto weniger Zeit bleibt einem Neuen vor dem Saisonstart in der Fußball-Bundesliga Mitte August gegen Fortuna Düsseldorf jedoch für die Eingewöhnung und das Einspielen von Automatismen.

Auch vorne wartet viel Arbeit: In Kapitän Max Kruse hat Werder einen Antreiber und Offensiv-Freigeist verloren. Füllkrug, Martin Harnik und Yuya Osako sind andere Angreifer-Typen, die laut Kohfeldt «als Zentrumsstürmer ihre Stärken haben». Der klassische Mittelstürmer, der Bälle halten und verteilen kann, soll bei Werder eine größere Bedeutung bekommen. Kohfeldt will in Zell am Ziller gezielt daran arbeiten, diese Spieler optimal einzusetzen.

Baumann versucht derweil weiter, Transfers einzufädeln. Natürlich mit der nötigen Ruhe. Sein Credo: «Am Ende ist die Qualität des Spielers wichtig und nicht, ob er zwei, drei Tage früher kommt.»

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