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Rund 80 Menschen treffen sich trotz Verbots zu Trauerfeier

17.06.2020 - Nach dem Tod einer mit dem Coronavirus infizierten 49-jährigen Frau haben sich verbotenerweise rund 80 Menschen zu einer Trauerfeier in Nordenham getroffen. Wie der Landkreis Wesermarsch am Mittwoch mitteilte, waren darunter auch Personen, die vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt worden waren. «Dieses Fehlverhalten ist nicht akzeptabel», sagte Landrat Thomas Brückmann (parteilos) mit Blick auf die Veranstaltung. Er habe großes Verständnis für die Trauer einer Familie, sagte er. «Doch gerade der Tod der vorerkrankten Patientin im Anschluss an ihre Corona-Infektion macht auf tragische Weise deutlich, wie gefährlich das Virus ist.» Umso wichtiger sei es, die Corona-Verordnungen einzuhalten. Das Fehlverhalten einiger gefährde die Gesundheit und mitunter gar das Leben anderer. Den Teilnehmern drohen Ordnungswidrigkeitsverfahren und Strafverfahren.

  • Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Polizei nahm die Personalien der Teilnehmer auf, die für die Feier am Dienstag aus der Wesermarsch, weiteren Regionen Deutschlands, aus Belgien und der Schweiz angereist waren. Wegen der unter Quarantäne stehenden Menschen trugen die Beamten Schutzausrüstung. Sie seien einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt gewesen, sagte der Leiter des Polizei-Kommissariats Nordenham, Patrick Hublitz. Ihm zufolge zeigten die Menschen auf der Trauerfeier keinerlei Einsicht. Alle Teilnehmer müssen in häusliche Quarantäne, die Behörden ermitteln weitere Kontaktpersonen.

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