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Salz in der Werra: Naturschützer pochen auf Vereinbarung

14.08.2019 - Kassel/Frankfurt (dpa/lhe) - In der Debatte um niedrigere Grenzwerte für die Einleitung von Salzabwässern in die Werra bahnt sich ein neuer Konflikt an. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Hessen (BUND) widersprach am Mittwoch einem Vorstoß des Kasseler Kali- und Salzproduzenten K+S, über Grenzwerte neu zu verhandeln. Man weise die Forderung als «nicht akzeptabel» zurück, sagte BUND-Vorsitzender Jörg Nitsch in Frankfurt. Er forderte die Umweltminister der Bundesländer entlang von Weser und Werra auf, der Forderungen von K+S nicht nachzukommen.

  • Ein Einleitungsrohr für Salzabwasser am Ufer der Werra beim K+S-Verbundwerk Werra Standort Hattorf. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Einleitungsrohr für Salzabwasser am Ufer der Werra beim K+S-Verbundwerk Werra Standort Hattorf. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am (morgigen) Donnerstag treffen sich die Minister der sogenannten Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG), um in Kassel über den Bau einer Fernleitung zu beraten. Mit der wollte K+S Salzabwässer aus der Produktion im osthessisch-thüringischen Kalirevier in die Weser leiten. Doch der Konzern setzt nun auf andere Entsorgungswege. Bis die realisiert sind, benötigt er aber die Entsorgung in die Werra ohne weitere Einschränkungen. Man müsse daher für eine Übergangsphase «über die Gestaltung der Zielwerte sprechen», hatte K+S-Chef Burkhard Lohr gesagt. K+S will über die eigentlich für Ende 2021 vorgesehene Absenkung der Grenzwerte neu verhandeln.

Mit der Forderung nach Aufweichung der Grenzwerte konterkariere Lohr seine Ankündigung, er wolle hinsichtlich der Entsorgung den «Umweltfrieden» herstellen, kritisiert der BUND. Man sehe sich in der Befürchtung bestätigt, dass K+S weiterhin kein Konzept für eine umweltverträgliche Entsorgung seines Kalibergbaus habe.

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