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Scheidender Wirtschaftssenator: SPD muss sich hinterfragen

13.06.2019 - Bremen (dpa/lni) - Bremens scheidender Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) hat seiner Partei nach der schweren Niederlage bei der Landtagswahl eine selbstkritische Bestandsaufnahme empfohlen. Wenn man 73 Jahre regiert habe, können man sich nicht zurücklegen und sagen, man habe mit ganz vielen Dingen nichts zu tun. «Ich glaube, eine selbstkritische Reflexion täte am Ende uns allen gut, gerade auch der SPD», sagte Günthner, der nach zehn Jahren seinen Rückzug aus dem Senat ankündigte.

  • Das Logo der SPD. Foto: Peter Endig/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der SPD. Foto: Peter Endig/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Entscheidung habe er nach langer Erwägung und überwiegend aus persönlichen Gründen getroffen. Er verwies auf «Reibungsverluste und Bremsspuren» in der Auseinandersetzung mit politischen Gegnern, aber auch mit Verbündeten. Die Wahl vom 26. Mai sei eine historische Zäsur für die SPD. Für sich habe er den Schluss gezogen, aus dem Senat auszuscheiden. «Man muss sich selbst hinterfragen und darf nicht am Sessel kleben», betonte der 43-Jährige am Donnerstag. «Das muss aber am Ende des Tages jeder für sich selbst entscheiden.»

Mit einer progressiven Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei halte er einen Aufbruch zweifelsfrei für möglich. «Aber es ist eben die Frage, ob er mit demselben politischen Personal möglich ist.» Günthner ist Chef der Bremerhavener SPD. Er will sein Mandat in der Bürgerschaft (Landtag) wahrnehmen und sich auf den Posten des SPD-Fraktionsvizes bewerben. Die konstituierende Sitzung der 23 Mitglieder zählenden SPD-Fraktion ist für den 24. Juni geplant.

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