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Schleswig-Holstein: Seehund-Nachwuchs fit fürs Wattenmeer

09.07.2020 - Das Wattenmeer ist für die Seehunde zurzeit eine riesige Kinderstube. Doch nicht alle Robben-Babys wachsen gesund unter der Obhut der Mutter auf. Dann muss der Mensch helfen.

  • Zwei Heuler schwimmen in einem Becken der Seehundstation in Friedrichskoog. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zwei Heuler schwimmen in einem Becken der Seehundstation in Friedrichskoog. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Seehundstation Friedrichskoog in Schleswig-Holstein hat den ersten Heuler dieser Saison ausgewildert. Seehunddame Mieke wurde am Donnerstag in der Meldorfer Bucht zurück zu ihren Artgenossen gebracht. Die kleine Robbe war am 18. Mai auf der Insel Pellworm als Frühgeburt aufgesammelt und als zweiter Heuler des Jahres 2020 mit einem Gewicht von 8,6 Kilogramm in die Seehundstation gebracht worden. Sie brachte nur 8,6 Kilogramm auf die Waage. Inzwischen hat Mieke nach rund sieben Wochen Aufzucht knapp 20 Kilogramm zugelegt.

«So schnell und gut hat sich bisher keine Frühgeburt entwickelt», sagte Stationsleiterin Tanja Rosenberger. Mieke ist einer von 162 Seehund-Heulern, die sich aktuell zur Aufzucht in Friedrichskoog befinden. «Auch wenn sich die Hauptgeburtenzeit dem Ende zuneigt, werden noch Seehunde auf den Sandbänken geboren. Diese in den letzten Tagen und Wochen geborenen Jungtiere werden noch gesäugt und benötigen Ruhe. Andere Tiere sind bereits abgestillt und nun selbstständig unterwegs», erklärte Rosenberger.

Die so genannten Heuler - von ihren Müttern dauerhaft verlassene Seehundbabys - werden bereits seit den 1950er Jahren in Friedrichskoog aufgepäppelt. Die erste zentrale Aufzuchtstation für Seehundwaisen entstand 1969 in Büsum. Um die Einrichtung zu unterstützen, wurde 1985 die Seehundstation Friedrichskoog (beides Kreis Dithmarschen) errichtet. Die Station ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Hier werden die kulleräugigen Tierbabys aus Nord- und Ostsee vor dem Hungertod gerettet. Dafür kommen sie zunächst zwei Tage lang in ein Quarantänebecken, bevor sie in ein normales Aufzuchtbecken umziehen dürfen.

Für Besucher ist die Seehundstation seit Januar wegen Aus- und Umbauarbeiten geschlossen. Eine Teilwiedereröffnung sei noch in diesem Sommer geplant, sagte Rosenberger.

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