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Schüler sollen besser lesen lernen: Förderprogramm startet

28.01.2020 - Wer schon in der Grundschule beim Lesen Probleme hat, tut sich beim ganzen weiteren Lernen schwer. Deshalb startet Niedersachsen das Programm «Lesen macht stark» an zunächst 156 Schulen. Woher weiß man, dass die Methode funktioniert?

  • Kinder lesen in einer Grundschule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kinder lesen in einer Grundschule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hannover (dpa/lni) - Schüler in Niedersachsen sollen dank eines neuen Förderprogramms besser lesen lernen. An 156 Schulen im Land läuft das Programm «Lesen macht stark» an, mit dem in Schleswig-Holstein bereits gute Erfolge erzielt worden sind, wie das Kultusministerium in Hannover am Dienstag mitteilte. Zunächst sind 86 Grundschulen und 70 weiterführende Schulen dabei. Das Programm, das Kindern mit Problemen beim Lesenlernen gezielte Hilfestellungen bietet, soll aber auf weitere Schulen ausgeweitet werden.

«Das Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler lesen können und auch verstehen, was sie lesen», sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Die beteiligten Schulen erhalten dazu ab Anfang Februar eine Fortbildung der Lehrer zu Lesecoaches. Hilfe dabei bietet das beteiligte Institut aus Schleswig-Holstein, wo das Programm «Lesen macht stark» ab 2006 schrittweise ausgebaut wurde. Außerdem gibt es Auftaktveranstaltungen für die Schulen in den Regionen Hannover, Lüneburg, Braunschweig, Osnabrück und Oldenburg. Vom kommenden Sommer an erhalten Schüler dann Lernmaterialien, womit das Lesen verstärkt geübt wird.

«Dieses Programm ist kein Allheilmittel, sondern eine sinnvolle Ergänzung», sagte Minister Tonne. Es könne in den laufenden Unterricht eingebunden werden, ohne dass leseschwache Schüler in separaten Gruppen beiseite genommen werden müssten. Auch für Migrantenkinder sei das Programm eine Hilfe beim besseren Deutschlernen. Ihre Lernfortschritte können die Schülerinnen und Schüler bei regelmäßigen Tests erfahren. Lehrern und Eltern sollen diese frühzeitig zeigen, welche Kinder eine weitergehende Sprachförderung benötigen. In Schleswig-Holstein schneiden Kinder bei Schultests dank des Förderprogramms inzwischen beim Lesen nachweislich besser ab.

Während der zunächst dreijährigen Laufzeit von «Lesen macht stark» in Niedersachsen wird außerdem eine übergreifende Bewertung an den beteiligten Schulen zum Messen des Erfolgs vorgenommen. Schulen und Lehrer, die bei dem Programm mitmachen, sollen Unterstützung und Entlastung an anderer Stelle erhalten, betonte der Minister. «Lesen macht stark» sei ein Baustein um an den Schulen zu gewährleisten, dass die Kinder die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen sicher beherrschten.

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