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Fluglehrer gab 15-jährigem Schüler Anweisung zum Absprung

13.08.2018 - Braunschweig (dpa/lni) - Der tödlich verunglückter Flugschüler hat nach Angaben des Deutschen Aero-Clubs (DAeC) kurz vor dem Absturz seines Segelflugzeugs von seinem Fluglehrer die Aufforderung zum Absprung erhalten. «Der Flugschüler hatte Steuerprobleme gemeldet; daraufhin gab der Fluglehrer per Funk Anweisungen, das Flugzeug per Fallschirm zu verlassen», sagte der Geschäftsführer des DAeC-Landesverbandes Niedersachsen, Günter Bertram, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Nach Angaben von Bertram war das Flugzeug noch in der Platzrunde in eine Art Seitengleitflug übergegangen und hatte an Höhe verloren.

  • Ein Segelflugzeug in der Luft. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Segelflugzeug in der Luft. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig wollte sich mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern. Nach dpa-Informationen konzentrieren sie sich auf ein möglicherweise nicht korrekt angeschlossenes Querruder. Das Flugzeug zerschellte am Samstag auf einem Friedhof, der 15-Jährige prallte rund 150 Meter weiter auf einem Verkehrsübungsgelände auf den Boden. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich sein Fallschirm nicht entfaltet.

Die Segelflugausbildung können Jugendliche ab 14 Jahren beginnen. Nach einer gründlichen Ausbildung mit diversen Prüfungen und Übungsflügen mit und ohne Fluglehrer erhalten Schüler ihre Fluglizenz aber frühestens zum 16. Geburtstag.

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