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Seit einem Jahr Inselblogger: Nachfolger wird gesucht

24.06.2019 - Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Was für viele wie ein Traum klingt, ist für den 19-jährigen Dieke Günther Realität. Seit dem vergangenem Jahr ist er Inselblogger auf Norderney. Jetzt wird seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger gesucht.

  • Die Luftaufnahme zeigt die ostfriesische Insel Norderney. Foto: Ingo Wagner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Luftaufnahme zeigt die ostfriesische Insel Norderney. Foto: Ingo Wagner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Norderney (dpa/lni) - Ein Jahr Auszeit auf einer ostfriesischen Insel - und das sogar bezahlt: Norderney sucht für die zweite Jahreshälfte einen Inselblogger. «Uns ist egal, ob 18 oder 80 Jahre; wichtig ist, dass die Person Spaß am Berichten, Fotografieren und vielleicht auch Videos drehen hat», sagte Wolfgang Lübben, stellvertretender Marketingleiter der Tourismus-Organisation Staatsbad Norderney. Der Inselblogger solle mit offenen Augen über die Insel gehen, Angebote mitmachen und Veranstaltungen besuchen. Auch könne er oder sie bei den örtlichen Unternehmen mithelfen, um darüber zu berichten. «Natürlich ist das eine Typ-Frage. Wir geben Anstöße, doch der Inselblogger kann auch auf Eigeninitiative starten», sagte Lübben.

Es sei eine Möglichkeit, die Insel kennenzulernen: «Wir können auch Türen öffnen, die man als normaler Gast nicht öffnen kann.» Zeitdruck gebe es beim Bloggen nicht. «Qualität statt Quantität», laute die Devise. Für das Jahr bekommt der Inselblogger eine möblierte Wohnung und Kamera gestellt. Zusätzlich gibt es ein monatliches Taschengeld von 450 Euro.

2018 startete das Projekt. Das Staatsbad wollte laut Lübben einen Blick von außen auf die Insel einholen, um Anstöße für Gäste zu geben und das eigene Angebot anzupassen. Die oder der Neue könne ungefähr Mitte September beginnen.

Bis etwa Ende Juli ist der 19-jährige Dieke Günther noch Inselblogger. Im vergangenen Jahr begann der junge Mann aus dem Kreis Aurich seine Zeit auf der Insel nach dem Abitur. Einige seine Ziele zu Beginn: «viele neue Freunde kennenlernen», «nicht auf der faulen Haut rumliegen» und «die Insel erkunden». So schreibt der «Norderneyer auf Bewährung» es auf seinem Blog.

Auf diesem berichtet er, was er auf der ostfriesischen Insel erlebt. Ob klettern, Strandkörbe reparieren oder einen Wellness-Tag: Nichts lässt sich der Inselblogger entgehen. Als besonderen Höhepunkt beschreibt der 19-Jährige sein erstes Silvester auf Norderney: Nach einem Raclette-Abend mit einem Freund begab er sich am Neujahrsmorgen schon früh zum Anbaden ins Meer. «In den ersten Sekunden habe ich mich nur darauf konzentriert, keinen Herzinfarkt zu bekommen», schreibt er darüber in seinem Blog. Seine Erzählungen schmückt Dieke mit vielen Fotos aus - mal von sich, dann wieder von der Landschaft, der Insel oder verschiedenen Veranstaltungen.

Vielleicht fühlt sich der scheidende Iselblogger auch schon ein wenig zu Hause auf Norderney. Seine Einträge beginnt er im plattdeutschen Dialekt: «He! Ik bün't, Dieke!» (Hey, ich bin's, Dieke!). Das Ende richtet er sprachlich ebenso aus: «Hol' di munter!» (Halt dich munter!)

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