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Staatsanwaltschaft fordert Gefängnisstrafe für Waffensammler

19.11.2019 - Hannover (dpa/lni) - Im Prozess gegen einen Waffensammler, der in rechtsextremistischen Internet-Foren unterwegs war, hat die Generalstaatsanwaltschaft Celle eine Gefängnisstrafe von vier Jahren und zwei Monaten gefordert. Im Zimmer des 30-Jährigen hatten die Beamten unter anderem Gewehre, Maschinenpistolen sowie rund 3650 Schuss Munition entdeckt. Mitangeklagt am Landgericht Hannover ist sein 53 Jahre alter Vater - für ihn forderte die Staatsanwaltschaft drei Jahre Haft. Weil zunächst ein Terrorverdacht im Raum stand, ermittelte die Generalstaatsanwaltschaft Celle. Hinweise auf konkrete Anschlagspläne gab es dann aber nicht.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der 30-Jährige aus Hannover hatte über Jahre sein Zimmer nicht verlassen, Nachbarn wussten noch nicht einmal, dass er mit in der Wohnung lebte. Im Verlauf des Prozesses hatte er eingeräumt, die teils verbotenen Waffen gekauft und gehortet zu haben, er habe aber nie einen Menschen verletzen wollen. Allerdings fand sich unter anderem das Video des Attentates von Christchurch auf seinem Computer. Außerdem sammelte er Orden und Fahnen aus der NS-Zeit.

Die Verteidigung forderte einen Freispruch für den Vater. Er habe nicht gewusst, dass sein Sohn illegale Waffen bestellt habe. Der 53-Jährige war im Verlauf des Prozesses aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Für den Sohn plädierte die Verteidigung auf eine zweijährige Bewährungsstrafe. Beide Männer sind wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz angeklagt. Das Urteil soll am 27. November verkündet werden.

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