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Streit um Osnabrücker Höhlensystem: Gericht weist Klage ab

18.08.2020 - Im Rechtsstreit um die Standsicherheit eines mittelalterlichen Höhlensystems hat das Landgericht Osnabrück die Klage eines Anwohners abgewiesen. Der Anspruch an den Bund, das Gelände abzusichern, sei nach Ansicht des Gerichts wegen des Ablaufs von Fristen erloschen, sagte am Dienstag ein Sprecher des Landgerichts. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Eine Berufung zum Oberlandesgericht sei möglich, sagte der Sprecher. Zuerst hatte die «Neue Osnabrücker Zeitung» über das Urteil berichtet. (Az.: 4 O 109/19)

  • Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Weil er aufgrund eines Gutachtens einen möglichen Einsturz der Höhlen befürchtet, hatte der Kläger den Bund auf die Sicherung der Höhlen verpflichten wollen. In den unterirdischen Katakomben war während des Zweiten Weltkriegs ein Luftschutzbunker eingebaut worden. Daher sah der Mann wegen des Allgemeinen Kriegsfolgengesetzes den Bund in der Pflicht.

In diesem Zusammenhang liegen die Klagen mehrerer Anwohner beim Landgericht. Es geht um Grundstücke im Bereich des Gertrudenbergs am Rand der Osnabrücker Innenstadt, wo das Höhlensystem im Mittelalter durch Kalksteinabbau entstand. Später wurde es unter anderem als Bierkeller genutzt. Im Zweiten Weltkrieg dienten die Höhlen den Angaben zufolge als Luftschutzbunker, der bis zu 4000 Menschen Schutz bot. Der Bund hatte vor einigen Jahren einmal eine Verfüllung des Höhlensystems ins Gespräch gebracht. Inzwischen stehen die Höhlen allerdings unter Denkmalsschutz.

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