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Streitpunkt Video-Assistent: Einmal falsch, dreimal richtig

15.09.2019 - Berlin (dpa) - Einmal falsch, dreimal richtig: So bewertete Jochen Drees, der Projektleiter für den Bereich Video-Assistent beim Deutschen Fußball-Bund, die strittigen Videobeweis-Szenen am 4. Bundesliga-Spieltag. Die Entscheidung von Schiedsrichter Tobias Welz, die beim 2:1-Auswärtssieg des SV Werder bei Union Berlin zum ersten von drei Elfmetern führte, sei regeltechnisch falsch gewesen, erklärte Drees auf der DFB-Homepage.

  • Jochen Drees, DFB-Projektleiter Video-Assistent, sitzt bei einem Workshop. Foto: Oliver Berg/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jochen Drees, DFB-Projektleiter Video-Assistent, sitzt bei einem Workshop. Foto: Oliver Berg/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Welz hatte nach einem Zweikampf zwischen Union-Torwart Rafal Gikiewicz und dem Bremer Davy Klaassen seinen Strafstoßpfiff auf Hinweis von Video-Referee Bastian Dankert am Spielfeldrand nochmals selbst am TV überprüft, blieb aber bei seiner Entscheidung. «Ich weiß nicht, was er da gesehen hat», monierte Union-Coach Urs Fischer. Die beiden weiteren Elfmeter an der Alten Försterei seien korrekt gewesen, sagte Drees.

Obwohl die TV-Bilder beim Freitag-Spiel Fortuna Düsseldorf gegen den VfL Wolfsburg den Eindruck vermittelten, dass der Ball vor dem Treffer der Gastgeber beim 1:1 die Außenlinie überschritten hatte, sieht Drees hier keine Fehlleistung des Video-Assistenten.

«Im vorliegenden Fall konnte nicht zweifelsfrei der Beweis geführt werden, dass der Ball mit vollem Umfang die Seitenlinie überschritten hatte», bemerkte Drees. «Um in solchen Situationen eine hohe Sicherheit zu erzielen, wäre es notwendig, eine Kamera auf oder über den Seitenlinien zu positionieren, ähnlich wie es bei der Torerzielung mittels der Torlinientechnologie erfolgt.» Diese Kamera gebe es aktuell aber in den Stadien nicht.

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