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Studie: Studentenwohnungen teuer wie nie zuvor

25.09.2019 - Göttingen (dpa/lni) - Studenten müssen einer Studie zufolge auch an den großen niedersächsischen Hochschulstandorten so hohe Mieten zahlen wie nie zuvor. Zugleich hielten die Durchschnittseinkommen mit dem Anstieg der Wohnkosten nicht Schritt, ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Analyse des Finanzberaters MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). «Die Wohnsituation spitzt sich für eine Vielzahl der Studierenden zu», heißt es darin.

  • Verschiedene Euro-Banknoten stecken in einem Geldbeutel. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Verschiedene Euro-Banknoten stecken in einem Geldbeutel. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Demnach sind die Mieten für eine Musterwohnung in 30 untersuchten deutschen Hochschulstädten binnen eines Jahres um durchschnittlich 4,6 Prozent gestiegen. Noch höher waren die Steigerungen mit 4,9 beziehungsweise 4,8 Prozent an den beiden mit untersuchten niedersächsischen Hochschulstandorten Göttingen und Hannover.

Seit 2010 stiegen die Mieten für kleine Studentenwohnungen dort jährlich im Durchschnitt um 4,0 beziehungsweise 4,3 Prozent. Zuletzt betrugen sie in Göttingen durchschnittlich 372 und in Hannover 354 Euro pro Monat. Zugrunde gelegt wurde eine normal ausgestattete Wohnung mit 30 Quadratmetern, erbaut 1995 in 1,5 Kilometern Entfernung zur Uni. Auch die Nebenkosten wurden einbezogen. Die bundesweit teuersten Studentenwohnungen gab es in Stuttgart (542) und München (717 Euro). In Bremen kostete eine Wohnung 326 Euro.

«Nicht nur Studierende suchen kleine Wohnungen in guten Lagen, sondern auch junge Erwerbstätige, Fernpendler oder Senioren - daher ist der Preisdruck in diesem Segment besonders hoch», erklärte IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. Entsprechend wohnten immer mehr Studenten bei ihren Eltern oder in Wohngemeinschaften.

Zugleich hätten die Einkommen der Studenten in den vergangenen Jahren bei im Schnitt rund 900 Euro pro Monat stagniert, schrieben die Autoren auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels, einer Wiederholungsbefragung von Privathaushalten in Deutschland.

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