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Studium ohne Abi: Niedersachsen unter Bundesschnitt

31.03.2020 - Trotz wachsender Zahl von Studierenden ohne Abitur an Niedersachsens Hochschulen bleibt das Bundesland im Vergleich mit anderen Ländern im unteren Mittelfeld - Bremen dagegen ist weit vorn. Ohne die allgemeine Hochschulreife erworben zu haben, studierten 2018 in Niedersachsen 3634 Menschen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Berechnung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervorging. Das sind 1,7 Prozent aller Studierenden im Bundesland. 2012 waren es erst 2464 Studenten ohne Abi. In Bremen studierten 1100 Menschen ohne Abitur - 3,0 Prozent aller Studenten dort. Damit liegt Bremen bundesweit auf dem dritten Platz, Spitzenreiter ist Hamburg.

  • Studenten in einem Hörsaal. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Studenten in einem Hörsaal. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bundesweit studierten 2018 laut CHE-Berechnungen rund 62 000 Menschen ohne Abi, das sind 2,2 Prozent aller Studierenden. Im Vergleich mit 2013 hat der Anteil der Studenten ohne Abitur um 35 Prozent zugelegt. Bei den Erstsemestern ohne Abi haben Hamburg (5,8 Prozent), Nordrhein-Westfalen (4,0) und Hessen (3,8) die Nase vorn. Dagegen rutschte Niedersachsen (2,0) um einen auf den zehnten Platz ab, Bremen (3,8 Prozent) kam auf den vierten Platz. Schlusslicht blieb das Saarland mit einer Quote von 1,1 Prozent.

Studieren ohne Abi können Menschen, die sich im Beruf hoch qualifiziert haben - etwa mit einem Meistertitel im Handwerk. Eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung sind Voraussetzung. «Es ist absolut nachvollziehbar, dass immer mehr Menschen für ihre Bildungsbiografie das Beste aus beiden Welten, also der beruflichen und der akademischen, mitnehmen wollen«, sagte CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele. Dies zeige, dass die Durchlässigkeit zwischen den unterschiedlichen Bildungswegen in Deutschland gestiegen sei.

Beliebteste Fächer bei den Studienanfängern ohne Abitur sind Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Mit 55 Prozent entschied sich mehr als die Hälfte von ihnen dafür.

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