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Tätersuche: Brandanschlag auf Aufnahmebehörde

17.01.2021 - Nach einem Feuer auf dem Gelände der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig und Brandsätzen in Hannover wird in Niedersachsen vor einer Radikalisierung der linksextremen Szene gewarnt.

  • Ein Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht steht an einer Unfallstelle. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht steht an einer Unfallstelle. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach den mutmaßlich politisch motivierten Brandanschlägen auf Aufnahmebehörden in Braunschweig und Hannover ist die Suche nach den Tätern bisher erfolglos verlaufen. «Seit dem Zeugenaufruf Anfang der Woche ist noch kein entscheidender Hinweis eingegangen», teilte das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage mit. Auf dem Gelände der Behörde in Braunschweig sollen Linksextremisten nach Angaben des Innenministeriums vor einer Woche zehn Fahrzeuge und einen Anhänger angezündet haben. Laut Ministerium deutet darauf ein Bekennerschreiben im Internet hin.

Die Wagen brannten vollständig aus, Menschen wurden nicht verletzt. Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden von gut einer halben Million Euro. Auch am Gebäude der Landesaufnahmebehörde in Hannover-Langenhagen wurden nach Angaben des Ministeriums Brandsätze gefunden; diese zündeten aber nicht. Die Brandsätze bestanden laut LKA unter anderem aus mehreren gefüllten 20-Liter-Benzinkanistern. Da diese im Gegensatz zu üblicherweise verkauften 5-Liter-Kanistern deutlich größer sind, fragen die Ermittler, ob möglicherweise Täter beim Kauf aufgefallen sind.

Die Landesaufnahmebehörde organisiert die Aufnahme und Unterbringung von asylsuchenden Menschen in Niedersachsen und unterstützt die kommunalen Ausländerbehörden bei Rückführungen. Angesichts des Ausmaßes der Anschläge hatte sich Innenminister Boris Pistorius (SPD) geschockt und erschüttert gezeigt. Aktuell beschäftige sich das Ministerium damit, ob es die Möglichkeit gibt, die Handlungsfähigkeit linksextremistischer Gruppierungen zu erschweren, teilte es mit. Zuvor hatte die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» (Samstag) berichtet, dass Pistorius ein Verbot von linksradikalen Antifa-Gruppierungen im Land prüfen wolle.

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