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Tödlicher Unfall: Verdacht auf illegales Rennen

24.08.2020 - Ein Mann stirbt bei einem Verkehrsunfall, es gibt Hinweise auf ein illegales Autorennen. Nicht nur in Niedersachsen kommt es in Folge dieser verbotenen Wettbewerbe zu Todesfällen.

  • Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein illegales Autorennen als Unglücksursache? Diesem Verdacht geht die Polizei bei einem tödlichen Unfall mit einem Sportwagen im Landkreis Gifhorn nach. Bei der Unfallaufnahme hätten Zeugen Hinweise auf ein zweites Auto gegeben, das dem Sportwagen dicht gefolgt sei, teilte die Polizei am Montag mit. Die Beamten hätten einen 24 Jahre alten Fahrer ausfindig gemacht, gegen den nun ermittelt werde.

Am frühen Sonntagabend war ein 38-Jähriger mit seinem Sportwagen von der Kreisstraße 67 zwischen Isenbüttel und Wasbüttel abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Dabei sei das Auto in drei Teile gerissen worden. Der Fahrer starb den Angaben zufolge noch an der Unfallstelle, vermutlich war er mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. 

Nachrichten über solche verbotenen Aktionen kommen aus vielen Bundesländern. Erst am Samstagabend war in Dresden nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen ein Sechsjähriger gestorben. Der Junge war von einem Auto angefahren worden, als er eine Straße überquerte. Er starb wenig später im Krankenhaus. Beschuldigt werden zwei Autofahrer im Alter von 31 und 23 Jahren.

Auch in Niedersachsen fallen der Polizei immer wieder illegale Rennen auf. Im Juli wurden in Hannover gleich drei Sportwagen beschlagnahmt, die Fahrer zwischen 19 und 22 Jahren verloren ihre Führerscheine. Im Mai wurde in Braunschweig ein 19-Jähriger unter Drogeneinfluss gestoppt, der sich ein Rennen mit zwei anderen Autos lieferte. Und am Osterfest Mitte April, als die Straßen coronabedingt leer werden, lieferten Blitzgeräte in Hannover eine Masse an Belegen für Geschwindigkeitsüberschreitungen. In der Tuningszene ist der «Car Friday» ein beliebter Tag für illegale Rennen auf der Straße.

Trotzdem sehen die Behörden das ländlich geprägte Niedersachsen weit entfernt von Verhältnissen wie in Berlin, Köln oder anderen Metropolen. «Es liegen keine Erkenntnisse zu einem Schwerpunkt in Niedersachsen vor», sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover. In Berlin wurde ein Raser, der bei einem Rennen 2016 einen Mann tötete, wegen Mordes verurteilt. Die Fall ging durch mehrere Instanzen, bis der Bundesgerichtshof im Juni befand: Es war Mord.

«Straßenrennen kommen vor», heißt es bei der niedersächsischen Polizei. Die örtlichen Polizeiinspektionen wüssten, wo sich in ihrem Beritt die Autotuning-Szene treffe. Es sind zumeist junge Männer, die ihre Autos aufmotzen und mit röhrenden Motoren zu schnell über die Straßen brettern.

Dagegen werde gezielt vorgegangen, sagte der Sprecher des Innenministeriums. Einen solchen Einsatz gab es im Juni in Nordenham im Kreis Wesermarsch. 14 Fahrzeuge wurden in eine Halle gelotst und begutachtet. Neun von ihnen waren illegal technisch verändert, sie wurden aus dem Verkehr gezogen. Auch mehrere Raser gingen ins Netz.

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