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Trabis und Dankesbriefe: Erinnerungen eines Pannenhelfers

12.11.2019 - Mariental (dpa/lni) - Für ADAC-Pannenhelfer Manfred Klein waren die Wochen nach dem Mauerfall besonders spannend: Rund um den Grenzübergang Helmstedt hat er tagelang Trabis und Wartburgs abgeschleppt. Viele Autos waren überhitzt oder überladen, wie der 64-Jährige erzählt: «Jeder wollte mit, nicht jeder hatte ein Auto. Dann haben die da fünf Mann in den Trabant reingepackt und sind rübergefahren.»

  • Manfred Klein, ehemaliger Pannenhelfer, betrachtet alte Zeitungsausschnitte und Briefe. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Manfred Klein, ehemaliger Pannenhelfer, betrachtet alte Zeitungsausschnitte und Briefe. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In seiner Werkstatt in Mariental habe das zu kuriosen Szenen geführt: Viele Menschen hätten in ihren Fahrzeugen geschlafen, teils hätten sie sich kleine Öfen gebaut, um der November-Kälte zu trotzen. Und auch bei der Reparatur legten viele DDR-Bürger selbst Hand an. Da viele nur Ostgeld hatten, besorgte Klein die nötigen Teile - und bekam sie anschließend wieder geschickt. Viele legten auch noch Dankesbriefe dazu, Klein hat noch einen ganzen Ordner davon: «Das hat es danach nie wieder gegeben.»

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