Unreine Flüssigkeit in E-Zigaretten: Ermittlungen dauern an

10.04.2021 Im Herbst 2019 wurde ein Dutzend junger Leute in Bremerhaven plötzlich krank. Die Ursache: Gefährliche Wirkstoffe in ihren E-Zigaretten. Die Justiz arbeitet immer noch an dem Fall.

Ein Mann hält eine E-Zigarette im Mund. Foto: Fabian Strauch/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Anderthalb Jahre nach der Vergiftung von 13 Jugendlichen durch gepanschte Flüssigkeiten für E-Zigaretten in Bremerhaven sind die Ermittlungen immer noch nicht abgeschlossen. Ein wichtiges kriminaltechnisches Gutachten stehe noch aus, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in der Seestadt.

Die Jugendlichen hatten im Oktober 2019 E-Zigaretten oder E-Shishas konsumiert und danach an Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, Herzrasen, Schwindel oder psychischen Symptomen gelitten. Auslöser waren Liquids, in denen als Beimischung ein synthetisches Cannabinoid in Reinform und Spuren eines starken Schmerzmittels gefunden wurden. Als mutmaßliche Verbreiter gerieten drei damals 17 und 18 Jahre alte Jugendliche in Verdacht.

Die Ermittlungen waren schwierig, weil nach Angaben der Staatsanwälte einige der Betroffenen sich nicht äußern wollten. Die Gesundheitsbehörde in Bremerhaven hatte von vornherein klargestellt, dass die Erkrankungen nichts mit einer Serie tödlicher Lungenschäden durch den Konsum von E-Zigaretten in den USA zu tun haben.

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