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Viele Verkehrstote in Niedersachsen zu Jahresbeginn

25.04.2019 - Andernorts sterben weniger Menschen im Straßenverkehr. In Niedersachsen gibt es dagegen mehr Tote und Verletzte. Die paradoxe Erklärung: Lag es am milden Winter?

  • Kreuz zum Gedenken an einen Verkehrstoten an einer Landstraße. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kreuz zum Gedenken an einen Verkehrstoten an einer Landstraße. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hannover (dpa/lni) - Die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen ist gegen den Bundestrend drastisch gestiegen in den ersten zwei Monaten des Jahres. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen auf den Straßen des Bundeslandes 65 Menschen ums Leben. Dies sind 27 Tote oder gut 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wie das Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, ist die Zahl der Verkehrstoten bundesweit im Vergleichszeitraum dagegen um 16 auf 402 gesunken. In Bremen gab es in den ersten beiden Monaten dieses Jahres überhaupt keine Toten im Straßenverkehr.

Auch die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr verringerte sich deutschlandweit im Januar und Februar um drei Prozent auf rund 48 600. In Niedersachsen stieg sie dagegen um 1,7 Prozent auf gut 5800.

Der Anstieg der Unfallzahlen in Niedersachsen sei auffällig, sagte ADAC-Sprecherin Alexandra Kruse. «Wir vermuten, dass sich der Trend aus dem Vorjahr fortsetzt und die Zahl der Unfälle innerorts, insbesondere von Fahrradfahrern und Fußgängern weiter zugenommen hat», sagte sie. «In diesem Fall könnte ein Grund für den Anstieg der Fahrradunfälle sicherlich der milde Winter sein, der die Zweiradfahrer schon im Januar und Februar auf die Straßen gelockt hat.»

Das niedersächsische Innenministerium habe dagegen derzeit keine konkrete Erklärung für die gestiegene Zahl der Verkehrstoten, sagte die Sprecherin Svenja Mischel. Möglicherweise hänge die Entwicklung damit zusammen, «dass im Jahr 2018 im Betrachtungszeitraum so wenige Personen verstorben sind wie noch nie zuvor.» Inzwischen hätten sich die Werte relativiert. Es gebe zwar nach wie vor eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Sie liege nach vorläufigen Zahlen aber nur noch bei etwa 25 Prozent.

Unabhängig davon beklagte der ADAC, «dass die Rücksichtslosigkeit der Nutzer aller Verkehrsmittel» zunehme. «Begleitet wird das offensichtlich von einer immer geringeren Bereitschaft, sich an Regeln zu halten und häufig auch von fehlenden Kenntnisse der Verkehrsregeln», sagte Sprecherin Kruse.

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