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Vier Menschen bringen sich hinter Gittern um

27.09.2020 - In Niedersachsen haben in diesem Jahr bisher vier Menschen hinter Gittern Selbstmord verübt. Das teilte das Justizministerium in Hannover mit. Anders als in Nordrhein-Westfalen gab es damit keinen sprunghaften Anstieg der Suizide: Im Nachbarbundesland gab es in den ersten neun Monaten bisher 19 Selbstmorde, im selben Vorjahreszeitraum waren es nur 8 gewesen.

  • Gitter sind vor den Fenstern der Zellen einer Justizvollzugsanstalt zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Gitter sind vor den Fenstern der Zellen einer Justizvollzugsanstalt zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Nordrhein-Westfalen lässt sich bisher keine konkrete Ursache für den Anstieg der Fälle erkennen, wie NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) sagte. Allerdings gab es in den Gefängnissen mit Ausbruch der Corona-Pandemie zunächst nur noch beschränkt Möglichkeiten für Angehörige, Gefangene zu besuchen. Soziale Kontakte können zur psychischen Stabilisierung sehr hilfreich sein.

In Niedersachsen stieg die Zahl der Suizide in Gefängnissen zwar in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr auch an, aber auf niedrigem Niveau. 2019 brachten sich zwei Gefangene um, 2018 waren es fünf gewesen, 2017 sogar sieben. Aktuell sitzen landesweit rund 4500 Menschen in Haft.

Wie ein Sprecher des Justizministeriums in Hannover sagte, würden in den Gefängnisse große Anstrengungen unternommen, Selbstmorde zu verhindern. So werde unter anderem bei der Aufnahme der Häftlinge in einem Eingangsgespräch versucht, die Suizidgefährdung jedes Einzelnen zu analysieren. Falls nötig, würden Präventionsmaßnahmen ergriffen.

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