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Tarifstreit im öffentlichen Dienst: Warnstreik

21.10.2020 - Rathäuser, Krankenhäuser, Kitas und auch die Müllabfuhr - wieder haben Tausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Niedersachsen die Arbeit vorübergehend niedergelegt. Vor allem eines wollen sie erreichen.

  • Eine Warnweste mit der Aufschrift "ver.di" liegt in einer leeren Straßenbahn. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Warnweste mit der Aufschrift "ver.di" liegt in einer leeren Straßenbahn. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erneut haben Tausende von Beschäftigten in Niedersachsen und Bremen im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes die Arbeit niedergelegt. Schätzungen zufolge seien ungefähr 15 000 Menschen bei «kleineren und größeren Kundgebungen» auf den Straßen gewesen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Mittwoch. Die Erwartungen seien fast durchweg um etwa zehn Prozent übertroffen worden. Mit den Aktionen will die Gewerkschaft einen Tag vor der dritten Runde im Tarifstreit den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen: Von einem «starken Signal» sprach Verdi-Chef Frank Werneke in Hannover.

Der Gewerkschaftssprecher sprach von einem «wahnsinnigen Streikdruck». Aufgerufen waren Beschäftigte der Müllabfuhr sowie Kindertagesstätten, Rat- und Kreishäuser, Krankenhäuser und Sparkassen. Auf Transparenten bei Kundgebungen hieß es: «Wir sind es wert».

Werneke warf den Arbeitgebern einen «Corona-Blackout» vor: «Die öffentlichen Arbeitgeber haben vergessen, was Ihr jeden Tag leistet», rief er vor rund 500 Menschen auf dem Opernplatz in Hannover. Wegen der Beschränkungen in der Corona-Pandemie musste die Kundgebung verkleinert werden. Er betonte: «Es ist Herausragendes geleistet worden in der Pandemie.» Allerdings erlebe er nach vielen warmen Worten der Politiker einen «kompletten Gedächtnisverlust»: «Applaus war gestern, jetzt gibt es einen Tritt vors Schienbein.»

Die Arbeitgeber haben für die bundesweit rund 2,4 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten. Die Gewerkschaft fordert bei einer einjährigen Laufzeit allerdings ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die dritte Verhandlungsrunde ist für Donnerstag und Freitag angesetzt.

Verdi-Landesleiter Detlef Ahting forderte in Lüneburg für die neue Verhandlungsrunde in Potsdam ein «attraktives, wertschätzendes Angebot». Auch ein Sprecher der Kommunalgewerkschaft Komba sagte, das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite sei «meilenwert» von der Gewerkschaftsforderung entfernt. Daher seien die Beschäftigten flächendeckend im Warnstreik - «wo es der Bürger spürt».

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