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Weil gegen vorschnelle Lockerungen von Corona-Beschränkungen

25.05.2020 - Nach dem Vorstoß aus Thüringen für ein Ende des landesweiten Corona-Lockdowns hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vor vorschnellen Lockerungen gewarnt. «Ich denke, wir sind alle miteinander gut beraten, Schritt für Schritt in die Lockerungen zu gehen, denn das Coronavirus ist unbestritten weiter existent in Deutschland», sagte Weil am Montag in Wunstorf bei Hannover. Diverse Ereignisse hätten gezeigt, dass man das Virus nicht unterschätzen dürfe.

  • Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Deswegen bleiben wir in Niedersachsen dabei, dass wir stufenweise vorgehen werden, dass wir den Bogen nicht überspannen werden», sagte Weil. Zwar wollten alle am liebsten so schnell wie möglich alle Freiheiten wieder zurückhaben. «Niemanden von uns ist gedient, wenn wir dann einen schlimmen Rückfall erleben sollten, deswegen ist mein Rat, gerne vorwärts gehen, aber Schritt für Schritt und vorsichtig.» Der niedersächsische Stufenplan für Lockerungen habe viel Zustimmung erhalten, sagte Weil. Möglich sei aber nur, was die Zahl der Infektionen hergebe und zur Eindämmung der Epidemie leisteten der Mund-Nasen-Schutz und auch die Abstandsregeln einen großen Beitrag.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte ein Ende des landesweiten Corona-Lockdowns angekündigt und in Aussicht gestellt, dass ab dem 6. Juni auf allgemeine Schutzvorschriften verzichtet werden soll. Am Montag sagte er dann im Interview mit RTL/ntv, er werde dem Kabinett vorschlagen, «dass zum Beispiel in den öffentlichen Verkehrsmitteln weiterhin der Mund-Nasen-Schutz bleiben soll». Ähnlich äußerte er sich im MDR.

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