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Weil rät vor Ostern von Ausflügen und Besuchen ab

09.04.2020 - Vor den Ostertagen appelliert Ministerpräsident Weil an die Menschen, am besten zu Hause zu bleiben. Ausflüge und Reisen sind wegen vielfältiger Verbote ohnehin schwierig.

  • Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Obwohl die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie in Niedersachsen erste Wirkung zeigen und die Zahl der Infektionen weniger stark steigt, sieht der Krisenstab das Ziel noch nicht erreicht. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat daher an die Bevölkerung appelliert, während der Ostertage auf Ausflüge, Reisen und Besuche zu verzichten und zu Hause zu bleiben. «Jetzt kommt es darauf an, dass wir gerade in den nächsten Tagen den eingeschlagenen Kurs fortsetzen und weiter äußerst zurückhaltend sind», sagte Weil in einer NDR-Fernsehansprache. Auch die Menschen in Nachbarländern rief er zum Verzicht auf Ausflüge nach Niedersachsen auf.

DIE SOFORTHILFE für Selbstständige und Unternehmen läuft unterdessen auf vollen Touren, wie Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) mitteilte. Über 48 500 Antragstellende hätten in Niedersachsen bereits eine Soforthilfe erhalten, mehr als 320 Millionen Euro Liquiditätshilfen aus Landes- und Bundesmitteln seien zur Auszahlung angewiesen worden. Insgesamt liegen bei der NBank mehr als 163 000 Anträge vor, die mit Hochdruck bearbeitet werden. Bei der NBank eingegangen sind zudem rund 4700 Anträge auf einen Liquiditätskredit mit einer Summe von 186 Millionen Euro. Über 800 der Anträge über eine Gesamtsumme von fast 37 Millionen Euro wurden bereits gewährt.

KURZARBEIT meldeten bis zum Ende der vergangenen Woche 50 800 Betriebe in Niedersachsen und 6100 aus dem Land Bremen an. Allein in Niedersachsen sei die Zahl im Vergleich zur Vorwoche damit um 9400 Unternehmen gestiegen, teilte die Arbeitsagentur mit. Wenn alle Unterlagen vorlägen, werde das Geld innerhalb von zehn Tagen bewilligt - und damit schneller als sonst üblich.

KONTROLLEN müssen Menschen, die trotz des Aufrufs zu Hause zu bleiben, zu einem Auflug aufmachen, vielerorts erwarten. An den Fähranlegern zu den ostfriesischen Inseln wird geschaut, dass nur Bewohner und keine Ausflügler aufs Schiff kommen. Sachsen-Anhalt hat touristische Einreisen verboten, auch für Tagestouren im Harz. Besuche bei der Familie sind erlaubt. Mecklenburg-Vorpommern hat auswärtigen Besuchern Urlaubsreisen und Tagesausflüge untersagt. Die Niederlande halten Deutsche von der Einreise ab, wenn sie ohne triftigen Grund kommen, Shopping-Touren und Ausflüge zählen nicht dazu. Hamburg und Bremen indes bremsen Tagesbesucher nicht aus.

NEUE QUARANTÄNEREGELN gelten - wie auch bundesweit - seit Donnerstag in Niedersachsen. Wer sich mehr als 48 Stunden außer aus einem beruflichen oder dienstlichen Grund im Ausland aufgehalten hat, muss sich bei der Rückkehr nach Niedersachsen zwei Wochen in Quarantäne begeben und sich bei den Gesundheitsbehörden melden.

DIE ZAHL DER CORONA-INFIZIERTEN stieg in Niedersachsen am Donnerstag auf 7104. Das seien 259 mehr als am Tag zuvor, teilte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, mit. Knapp 2600 Betroffene sind demnach inzwischen genesen. 157 Menschen seien an der Krankheit gestorben. Leicht auf 893 gesunken ist die Zahl der Erkrankten, die in einer Klinik behandelt werden. 228 davon liegen auf der Intensivstation. 161 davon müssen künstlich beatmet werden. Zwar zeigten die getroffenen Maßnahmen Wirkung. «Aber es reicht halt einfach noch nicht», betonte Schröder. «Wir sind immer noch auf der Überholspur bei der Ausbreitung der Infektion», sagte Schröder.

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