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Werder-Präsident zum Gebührenstreit: «Wettbewerbsnachteil»

10.09.2019 - Frankfurt/Main/Bremen (dpa) - Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald hat die Bremer Politik erneut für ihre an die Deutsche Fußball Liga (DFL) verschickten Gebührenbescheide kritisiert. «Es wird einmal mehr deutlich, dass entgegen der Verlautbarungen der Initiatoren des Gesetzes der SV Werder Bremen großen finanziellen Schaden nimmt und einen nicht unerheblichen Wettbewerbsnachteil erfährt», wird Hess-Grundewald in einer Vereinsmitteilung am Dienstag zitiert. Zuvor hatte die DFL angekündigt, vier Gebührenbescheide des Bundeslandes Bremen für zusätzliche Polizeikosten fristgerecht begleichen und Werder anteilig zahlen lassen zu wollen.

  • Hubertus Hess-Grunewald, Präsident von Werder Bremen, spricht auf der Mitgliederversammlung des Vereins. Foto: Carmen Jaspersen/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hubertus Hess-Grunewald, Präsident von Werder Bremen, spricht auf der Mitgliederversammlung des Vereins. Foto: Carmen Jaspersen/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Mit ihrer Ankündigung, die Rechnungen zu zahlen und weiterzuleiten folgt die DFL dem Wortlaut des Bremer Gebührengesetzes und leitet die Kosten an die beiden Veranstalter weiter», erklärte Hess-Grunewald und führte aus: «Der Wettbewerbsnachteil entsteht deshalb, weil nur sehr wenige Bundesländer die Bremer Gebührenregelung für eine gute Idee halten.» Das Gesetz ziehe einen bürokratischen Prozess nach sich und lasse völlig außer Acht, «dass Erstligaspiele von Werder Bremen unter dem Strich dem Steuerzahler deutlich mehr Geld einbringen als sie kosten.» So profitiere die Stadt Bremen jährlich von 319 Millionen Euro finanzieller Effekte durch den Fußball-Bundesligisten, sagte Hess-Grunewald.

Die Höhe der Gebührenbescheide liegt bei insgesamt 1,17 Millionen Euro. Etwa die Hälfte soll nach DFL-Angaben Werder zahlen, die andere Hälfte wird die DFL GmbH an den DFL Deutsche Fußball Liga e.V. weiterreichen. Mitglied dort sind alle 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga. Das DFL-Präsidium soll entscheiden, wie diese 584 000 Euro aufgeteilt werden. Gleichzeitig hat die Dachorganisation Widerspruch gegen alle Gebührenbescheide erhoben und behält sich vor, diese einzeln gerichtlich überprüfen zu lassen.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte im vergangenen März entschieden, dass eine Beteiligung der Vereine an zusätzlichen Polizeikosten bei Hochrisikospielen grundsätzlich rechtens ist.

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