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Zwei Frauen in Göttingen getötet: Prozess kurz vor dem Ende

10.08.2020 - Er soll seine Ex-Freundin auf der Straße angezündet und erstochen haben - und eine zu Hilfe eilende Kollegin ebenfalls tödlich verletzt haben. Diese Woche erwartet den 53-Jährigen das Urteil.

  • Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Prozess um den Mord an zwei Frauen in Göttingen steht kurz vor dem Abschluss. Am Mittwoch sollen im Landgericht die Plädoyers verlesen werden, das Urteil wird für Freitag erwartet. Ein heute 53-Jähriger soll im September vergangenen Jahres seine Ex-Freundin auf offener Straße angezündet und mit 25 Messerstichen getötet haben. Eine zu Hilfe eilende Arbeitskollegin soll er so schwer verletzt haben, dass diese später im Krankenhaus starb. Zwei weitere Helfer erlitten ebenfalls Verletzungen. (Az.: 6 Ks 1/20)

Die Staatsanwaltschaft wirft dem gelernten Tischler vor, seine 44 Jahre alte frühere Lebensgefährtin aus Eifersucht getötet zu haben. Während der Tat soll der 53-jährige Deutsche gerufen haben: «Mich betrügt man nicht» und «Ich habe dir doch gesagt, ich bringe dich um, wenn du mich betrügst.»

Der Angeklagte habe es nicht ertragen können, dass die 44-Jährige sich von ihm getrennt und möglicherweise eine Beziehung zu einem anderen Mann aufgenommen habe, hatte der Staatsanwalt gesagt. Die Tötung sei ein grausamer Mord aus niederen Beweggründen. Den Mord an der 57 Jahre alten Kollegin habe der Angeklagte begangen, um die erste Tat zu verdecken und unerkannt entkommen zu können. Weil er auch zwei Zeugen verletzt haben soll, muss er sich zusätzlich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Nach anfänglichem Schweigen hatte der Angeklagte die Tat im Verlauf des Prozesses gestanden. An Details könne er sich nicht erinnern, er sprach von einem «Filmriss».

Der Staatsanwalt hatte deutlich gemacht, dass er den Angeklagten für gemeingefährlich hält. Er hatte angedeutet, nicht auf eine lebenslange Haftstrafe, sondern zusätzlich auf Sicherungsverwahrung zu plädieren. Der 53-Jährige hat bereits früher Gewaltverbrechen begangen. Unter anderem hatte er nach einer Vergewaltigung 1992 in Göttingen sechs Jahre Haft erhalten. Zuvor war er als Heranwachsender schon zweimal wegen Vergewaltigung verurteilt worden.

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