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«Survivors»: Porträts von Holocaust-Überlebenden

20.01.2020 - Der Porträtfotograf Martin Schoeller hat für eine Ausstellung 75 Holocaust-Überlebende fotografiert. Die Bundeskanzlerin eröffnet die Schau in Essen unter dem Titel «Survivors» am Dienstag. Zur Eröffnung wird einer der Porträtierten erwartet: Naftali Fürst, Jahrgang 1932.

  • Porträts von Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau werden ausgestellt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Porträts von Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau werden ausgestellt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Essen (dpa/lnw) - Unter dem Titel «Survivors. Faces of Life after the Holocaust» zeigt von diesem Mittwoch an eine Ausstellung in Essen großformatige Porträtaufnahmen von 75 Holocaust-Überlebenden. Die Schau mit Nahaufnahmen des renommierten Künstlers Martin Schoeller wird am Dienstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet. Der 51-Jährige hatte die 75 Männer und Frauen, die alle in Israel leben, im vergangenen Juni in Jerusalem fotografiert. Zur Eröffnung wird einer der Porträtierten, Naftali Fürst, erwartet, wie der Vorsitzende des deutschen Freundeskreises der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Kai Diekmann, am Montag in Essen sagte.

Anlass für das Erinnerungsprojekt ist der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Soldaten der Roten Armee hatten das Lager am 27. Januar 1945 befreit. Die Nazis und ihre Helfershelfer ermordeten während des Holocaust insgesamt rund sechs Millionen Juden.

Das Projekt (Titel auf Deutsch: «Überlebende: Gesichter des Lebens nach dem Holocaust») wurde vom deutschen Freundeskreis von Yad Vashem initiiert. Es umfasst eine Fotoausstellung mit Begleitfilm sowie ein englischsprachiges Fotobuch mit den 75 Porträts. In Essen ist die Ausstellung bis zum 24. April in Räumen der früheren Kokerei Zollverein zu sehen. Danach ist eine weltweite Tour geplant. Nächste Stationen seien noch in diesem Jahr Toronto und Maastricht, sagte Kuratorin Anke Degenhard.

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