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Alte Kippen: Umweltministerin nimmt Kommunen in die Pflicht

13.04.2019 - Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) hat die Kommunen aufgefordert, das Wegwerfen von Zigarettenkippen konsequenter zu bestrafen. «Angesichts der Verschmutzung öffentlicher Plätze, Straßen und Gehwege durch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel sehe ich die Kommunen in der Pflicht, diese unzulässige Abfallentsorgung zu ahnden», sagte Heinen-Esser dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Samstag).

  • Ursula Heinen-Esser (CDU), NRW-Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz informiert an einem Stand. Foto: Guido Kirchner © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ursula Heinen-Esser (CDU), NRW-Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz informiert an einem Stand. Foto: Guido Kirchner © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Ministeriumsangaben werden Raucher, die ihre Kippe auf die Straße werfen, bislang nicht konsequent genug bestraft. Dabei seien die Folgen für die Umwelt beträchtlich: Viele Raucher wüssten nicht, dass ein Zigarettenstummel zwischen 500 und 1000 Liter Wasser verunreinigen könne, sagte Heinen-Esser der Zeitung. «Und wird ein Stummel auf der Straße weggeworfen, kann es fast zwölf Jahre dauern, bis er zerfällt.»

Aus Sicht des Umweltministeriums sollten die Kommunen zugleich die Strafen erhöhen - von derzeit 10 bis 25 Euro auf künftig bis zu 100 Euro. Derzeit werde der «Bußgeldkatalog Umwelt» für NRW überarbeitet. Dieser dient den Kommunen als Empfehlung und ist für sie nicht bindend. Letztlich legen sie selbst die Höhe des jeweiligen Bußgeldes fest.

Nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2017 landen weltweit bis zu zwei Drittel aller Kippen auf dem Boden.

Auch andernorts in Deutschland wird das Wegwerfen von Zigarettenstummeln geahndet: Wer in Berlin einen Stummel unachtsam auf den Boden wirft, muss theoretisch mit einem Bußgeld rechnen - die Spanne reicht je nach Bezirk von 20 bis 100 Euro. Viel Geld kam dabei in den vergangenen Jahren allerdings nicht zusammen. Im Jahr 2017 waren es berlinweit rund 2600 Euro, wie aus einer Kleinen Anfrage der FDP an den Berliner Senat hervorgeht.

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