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Amri-Ausschuss: Hinterbliebene kritisieren Absage von Jäger

25.01.2021 - Die Hinterbliebenen des Terroranschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt haben Ex-NRW-Innenminister Ralf Jäger für sein angekündigtes Fernbleiben vom Untersuchungsausschuss zum Terroranschlag kritisiert. «Wir empfinden die Entscheidung von Herrn Jäger, nicht im Untersuchungsausschuss zu erscheinen, als Missachtung», sagte Astrid Passin, Sprecherin von Opfern und Hinterbliebenen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Montag). «Wir raten ihm, sich seine Entscheidung gründlich zu überlegen. Und wir hoffen, dass er sie rückgängig machen wird.»

  • Ralf Jäger (SPD) kommt zur Fraktionssitzung im Landtag. Foto: picture alliance / Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ralf Jäger (SPD) kommt zur Fraktionssitzung im Landtag. Foto: picture alliance / Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Jäger (SPD) hatte angekündigt, am Donnerstag nicht als Zeuge im Untersuchungsausschuss aussagen zu wollen. Das Sekretariat des Ausschusses informierte die Abgeordneten, der Landtagsabgeordnete Jäger habe mitgeteilt, er werde der Ladung nicht folgen, wenn zeitgleich der Landtag von Nordrhein-Westfalen tage. Bei einigen Mitgliedern des Ausschusses sorgte dies für erheblichen Unmut, zumal die Beweisaufnahme am Donnerstag abgeschlossen werden soll.

Die Sitzung im Landtag, wo Schwarz-Gelb mit einer hauchdünnen Mehrheit regiere, sei für ihn wichtig, hatte Jäger betont. «Ich bin aber bereit, zu jedem anderen Termin zu kommen», hatte er bereits am Freitag gesagt.

Der Attentäter Anis Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen entführt und war in den Weihnachtsmarkt gefahren. Er tötete 12 Menschen, mehr als 70 wurden verletzt. Der Tunesier war Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

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