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Angeklagter bringt sich kurz vor Urteilsverkündung um

18.01.2021 - Wenige Stunden vor der geplanten Urteilsverkündung hat sich ein wegen Totschlags angeklagter Mann in seiner Zelle umgebracht. Der 40-Jährige, der seine schwangere Freundin erwürgt haben soll, sei leblos in seiner Zelle gefunden worden, teilten das Landgericht Mönchengladbach und das Gefängnis in Willich mit, in dem der Mann in Untersuchungshaft saß. Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben. Zuvor habe es keine Hinweise auf Suizidabsichten gegeben.

  • Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Staatsanwaltschaft hatte zehneinhalb Jahre Haft für den Handyverkäufer gefordert. Der 40-Jährige hatte gestanden, Anfang März seine schwangere Freundin im Streit erwürgt und erstickt zu haben.

Die tote Frau hatte der Deutsche nach eigener Aussage zunächst im Bettkasten versteckt und fünf Tage später in einem Waldgebiet bei Grevenbroich abgelegt. Zwei Monate später war er festgenommen worden und hatte die Ermittler zu der Leiche im Wald geführt. «Ich bereue, was ich getan habe, auch wenn es mir keiner glaubt», hatte er im Prozess gesagt. Der Mann hinterlässt eine Tochter aus einer früheren Beziehung.

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