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AnnenMayKantereit: Pause und dann neue musikalische Wege?

24.08.2019 - Ein Geheimtipp ist die Band AnnenMayKantereit schon lange nicht mehr. Die früheren Straßenmusiker aus Köln füllen heute große Hallen und Festivals. Jetzt steht ihnen erstmal eine «Kunstpause» bevor.

  • AnnenMayKantereit treten bei der Verleihung der 1Live-Krone in der Jahrhunderthalle auf. Foto: Rolf Vennenbernd/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    AnnenMayKantereit treten bei der Verleihung der 1Live-Krone in der Jahrhunderthalle auf. Foto: Rolf Vennenbernd/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dresden (dpa) - Die Musiker der Band AnnenMayKantereit aus Köln planen nach erfolgreicher Tour mit ausverkauften Konzerten eine fünfmonatige Auszeit. «Wir machen von Mitte September bis Mitte Februar komplett frei und werden auch nicht anfangen, für das nächste Album zu schreiben», sagte Gitarrist Christopher Annen der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Zwei Konzerte der Gruppe an diesem Wochenende am Dresdner Elbufer sind seit langem ausverkauft. 24 000 zahlende Fans und zahlreiche Zaungäste werden erwartet.

Annen zufolge hat die Band nach ihrer rasanten Karriere von der Straßenmusik über Kellerclubs bis hin zu großen Hallen und Festivals noch nie ein solch lange Zeit pausiert: «Jeder kann machen, was er möchte. Das ist super. Das hatten wir so noch nie.» Bisher habe man längere Zeiträume ohne Konzerte zum Schreiben von Songs genutzt. Doch dieses mal soll es anders sein: «Ich schließe natürlich nicht aus, dass jeder von uns am Ende für sich doch wieder Musik macht. Wir sind aber entspannt und setzen uns nicht unter Druck.»

Die Band war 2011 von Christopher Annen (Gitarre, Mundharmonika), Henning May (Gesang, Klavier) und Severin Kantereit (Schlagzeug) gegründet worden. 2014 stieg Bassist Malte Huck dazu. Als ständiger Gast komplettiert der Trompeter Ferdinand Schwarz die Gruppe. 2014 nahm die Karriere der Kölner richtig Fahrt auf. Mit Hits wie «Oft gefragt», «Barfuß am Klavier» oder «Pocahontas» wurden die Musiker im deutschsprachigen Raum bekannt.

«Ich würde nicht von einer Turbo-Karriere sprechen, aber es sind viele Sachen bei uns sehr schnell passiert, vor allem in der Zeit zwischen 2014 und 2016. Da haben wir jedes Jahr über 100 Konzerte gespielt und das erste Album aufgenommen», erzählte Annen. Das sei Schlag auf Schlag gegangen: «Ich glaube aber, dass wir ein sehr gutes Gespür untereinander dafür haben, wann es zu stressig wird und wann wir gegensteuern müssen.» Ausbrennen wolle man schließlich nicht.

Annen ließ offen, in welche musikalische Richtung es künftig geht: «Das sind oft gar keine bewussten Entscheidungen. Severin und ich machen Musik auch gern am Rechner, etwas beatlastiger. Vielleicht wird unsere Musik später davon mehr beeinflusst. Vielleicht wird sie aber auch noch reduzierter, zum Beispiel nur mit Gitarre, Trompete und Stimmen. Da sind wir ziemlich offen. Wir nehmen uns nicht vor, in Zukunft so klingen zu müssen wie vor vier Jahren. Das wäre fatal.»

Auch die Entstehung der Musik folge keinem Schema, sagte Christopher Annen. «Das ist von Song zu Song unterschiedlich. Oft kommt Henning mit einer Melodie und einem Text an. Dann überlegen wir, wie wir das ausarbeiten. Malte macht die Basslinie, ich die Gitarre. Manchmal setzen wir uns auch gemeinsam hin und entwickeln die Idee. Das ist sehr unterschiedlich.» Aber häufig sei es Henning May, der einen Song einbringe.

Bei den Konzerten und auf Social-Media-Kanälen weist die Band regelmäßig auch auf gesellschaftliche Probleme hin. «Grundsätzlich hat jeder Bürger eine Rolle in der Gesellschaft und auch eine Verantwortung. Wir haben auf dem Highfield Festival die Leute dazu aufgerufen, zu den Landtagswahlen zu gehen. Das haben wir auch bei der Europawahl vor jedem Konzert gemacht», sagte Annen, der sich und seine Mitstreiter politisch im linken Lager verortet, ohne eine Partei zu präferieren: «Wir ordnen uns eher einer politischen Strömung zu, die für Toleranz und Weltoffenheit steht.»

Nach den beiden Konzert am Dresdner Elbufer folgt ein weiteres Doppelkonzert am 30. und 31. August in der Berliner Wuhlheide. Mit einem «Heimspiel» am Fühlinger See in Köln verabschieden sich die Musiker von ihren Fans. Der nächste Auftritt ist am 23. Februar in Ulm terminiert. Im Februar 2020 geht es noch nach Wien, Mannheim, Zürich und Nürnberg.

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